Wesley Snipes als böser Lyriker, der die Waffengeschäfte in den Vereinigten Staaten anprangert, weil dadurch seine Tochter getötet wurde. Das Ganze wäre nicht halb so schlimm, wenn sich der Akteur nicht mit einem Präzisions-Gewehr irgendwo in einem Wohnblock verkrochen hätte und von dort aus die ganze Straße terrorisiert.
Das alles klingt verdammt nochmal sehr nach "Nicht auflegen", zumal der böse Wesley die ganze Zeit mit der attraktiven Linda Fiorentino telefonisch verbunden ist. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass der erwähnte Blockbuster über ein Jahr nach diesem Werk abgedreht wurde. „Liberty Stands Still“ selbst schaffte es hierzulande nicht auf die großen Leinwände und musste seitdem ein Dasein in den hinteren Videotheken-Ecken fristen.
Rechte Spannung mag aufgrund der ganzen Situation aber leider nicht aufkommen – Da hat der Joel Schumacher-Streifen eindeutig die Nase vorn. Snipes und Fiorentino spielen gut aber nicht außergewöhnlich herausragend, während die Rolle von Oliver Platt als Gatte der Bedrohten als glatte Fehlbesetzung einzustufen ist. Des weiteren nervt das ständige penetrante Ghettoblaster-Gebummbere dermaßen, dass der Vergleich eine Background-Music zu einem drittklassigen Konsolenspiel Nahe liegt.
Aufgrund der fehlenden Dramaturgie und der erwähnten Schwächen kommt das Werk von Kari Skogland leider nicht über guten Durchschnitt hinaus – Schade!
Joel Schumacher hat später gezeigt, wie man es besser macht!