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Von all den wunderbaren, herausragenden Filmen, die uns Regievirtuose David Fincher bereits beschert hat, ist "Sieben" vielleicht das größte Meisterwerk. Ein zeitlos anspruchsvoller, spannender und auf ein vollkommen desperates Ende zusteuernder Referenzthriller, der in diesem Genre auch auf lange Sicht nicht zu schlagen ist. "Sieben" ist Filmgeschichte und für viele Cineasten einer der besten Filme aller Zeiten.

Morgan Freeman und Brad Pitt spielen die zwei Detectives Somerset und Mills, die vollkommen ungleiche Charaktere sind und mit den diversen Situationen, mit denen sie konfrontiert werden, komplett verschieden umgehen. Sie unterscheiden sich in Alter, Erfahrung, Agilität und Temperament. Ja, vor allem das Temperament ist es, was in diesem Vorzeigethriller dauerhaft als entscheidendes Moment in Erinnerung bleiben wird.

Auf der Jagd nach John Doe, der von einem absolut fiesen Kevin Spacey verkörpert wird, tun sich für die beiden Ermittler nach und nach tiefste menschliche Abgründe auf und als eigentlich alles beendet scheint, wird es sogar für den Zuschauer zur finalen Gewissensfrage, wie man selbst entscheiden würde, wäre man in dieser furchtbaren Lage. "Sieben" ist ein Film mit unglaublicher Liebe zum Detail, welche eigentlich schon typisch für Fincher ist, der zudem immer wieder sehr lange nachwirkt und den man ohnehin nicht mehr aus dem Filmgedächtnis löschen möchte. Zu perfekt ist er, als dass man ihn jemals vergessen könnte.

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