"Schade eigentlich" - während der Abspann dieses vielversprechenden Streifens läuft, fragt man sich "was halt ich jetzt davon?" Ganz einig waren wir uns nicht, wie wir den Film jetzt finden sollten. Schlecht war er nicht, keine Frage. Aber irgendwie kam er auch erst recht spät und auch nicht wirklich überzeugend in Fahrt. Über 50 Minuten wartet man, dass der Film richtig losgeht und die aufgeworfenen Fragen beantwortet. Und tatsächlich, es wird schneller, es passiert etwas.... aber was eigentlich? Wir haben die Irrenanstalt als alt bekannten gruseligen Schauplatz, wir haben 5 undurchschaubare Protagonisten, Tonbänder mit Aufzeichnungen von Therapiesitzungen der Patientin Mary, die an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet. Wir haben die raue, grollende Tonbandstimme an dem Nichts, die entsprechende Hintergrundmusik, die eine schaurig-beklemmende Atmosphäre schafft. Eigentlich das perfekte Material. Ja, eigentlich. Der Film wirkt nicht gut durchdacht. Und wieso eigentlich "session 9"? Die Tonbänder und die ganze Mary-Geschichte passieren nur am Rand, wieso jetzt "session 9" so wichtig war, erschloss sich mir überhaupt nicht.
Filme dieser Art und Güte gibt es viele (vgl. white noise - tolle Idee und super Potential, leider total vermasselt), ich hab diesen hier mit 6 Punkten bewertet, da er mich ein wenig enttäuscht zurückließ und nur in 2 Szenen wirklich fesselte.
So für zwischendurch is der mal ganz nett, und äußerst positiv hervorzuheben ist definitiv die sehr geile Steelbox.