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Miss Wu wird auserwählt, die Ausbildung einer schlagfertigen Frauentruppe zusammenzustellen und zu trainieren, die "Top Squad". Von tausenden wird gut ein Dutzend auserwählt und in ein Camp gebracht, wo das harte Training beginnt. Nicht für jeden fällt er leicht und eine Männergruppe lenkt gut ab. Um den Ernstfall zu trainieren, wird Madam Lo hinzugezogen. Kurze Zeit später können das Männer- sowie das Frauenteam ihre Stärken bei einem geplanten Juwelenraub unter Beweis stellen.

Irgendwie ist das ein Kreuz mit den frühen Kloppern mit Cynthia Rothrock. Die Frau kann verdammt gut und spektakulär kämpfen, aber die Screentime liegt meist bei unter 10 Minuten. Top Squad macht da keine Ausnahme. Die Martial Artistin darf sich am Anfang und zum Finale ein wenig austoben, ist dafür die komplette Filmmitte nicht zu sehen.
Überhaupt kann man Top Squad in zwei Teile splitten. Die Action und die fliegenden Handkanten gibts genau zweimal, eben direkt ab Vorspann und vor Abspann. Den Mittelteil bestreitet die Titelgebende Frauen Power Eliteeinheit, die aufgrund des Scheichattentats anfangs gegründet wird. Natürlich müssen die Mädels erstmal ausgebildet werden, was dann auch prompt zwei Drittel der Laufzeit in Anspruch nimmt.
Der Drill der Rekrutinnen ist aber leider völlig neben der Spur, gespickt mit typischen Hong Kong Slapstick, einer schlechten deutschen Synchro im Spaß-mit-dem-Holzhammer Format, belanglosem Girlie Talk und generell einer Unterschreitung der Nullgrenze auf der Action X-Achse. Dazu kommt noch eine völlig überflüssige, aber breit ausgewalzte Szene in einer Rollschuhhalle, bei der die Mädels mit den Jungs vom Tiger Team rumturteln und wir armen Zuschauer sogar noch eine komplette Gesangseinlage ertragen müssen. Sorry, aber was hat der ganze Mist in einem Kampffilm verloren, zumal auch der Rest der Ausbildung voll auf Comedy setzt.
Der Showdown ist dafür aber Sahne, sogar die Comedy mit den morsenden Gefangenen ist wirklich gelungen. Der Multi Way Fight gegen den blondierten Affenstil Kämpfer ist recht hart, denn auch die Mädels müssen kräftig einstecken. Wenn jetzt bloß nicht der ganze Kindergarten bei der Ausbildung wäre, man könnte wirklich von guter Eastern Unterhaltung sprechen. So bleiben 60 Minuten Langeweile mit dem gefürchteten Fernost Humor, meine Empfehlung Anfang gucken, Fast Forward und dann zum Showdown, alles andere ist unnötiger Nonsens.
4/10

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