Review

Ahhhhhh. Da hat es der Filmgott mit mir aber nicht gut gemeint. Sonst hätte er sicherlich nicht zugelassen, dass so etwas wie „Königin der Verdammten“ auf die Menschheit losgelassen wird.

Lestat beschließt nach etwas Ruhe doch mal wieder einen Drauf zu machen und wird mal so von heute auf morgen Rocksuperstar. Dabei verplappert er so ziemlich jedes Vampirgeheimnis, so dass diese recht fischig auf den guten sind. Deshalb ist es klarer als Kloßbrühe, dass der Typ von der Bildfläche verschwinden soll (da stimme ich voll zu). Nun kriegt aber auch die Ultravampirtussi „Die Königin der Verdammten“ Wind von der Sache. Diese steht ziemlich auf den Rockvamp und will ihn heiraten und danach die Welt versklaven. Halt ganz logisch!?

Klingt bescheuert und ist erst recht bescheuert. Typischer Fall von absolut misslungener Filmfortsetzung zu „Interview mit einem Vampir“. Das Buch zu „Königin der Verdammten“ von Anne Rice kenne ich zwar nicht, aber es kann nur besser als diese Verfilmung sein. Wurde „Interview…“ noch recht episch in Szene gesetzt, wird hier dem Zuschauer die ganze Chose in etwas über 90 Minuten um die Ohren gehauen. Dabei wirkt der Film aus unpassenden Handlungssträngen zusammengesetzt, von denen keiner wirklich zu Ende gebracht wird. Einige hätte man sogar komplett streichen können, da sie keinen Sinn ergeben.

Nächster Totalausfall sind die Schauspieler vor allem Stuart Townsend als Lestat de Lioncourt geht gar nicht. Der Typ ging mir nach den ersten Minuten derart auf den Zeiger, dass ich am liebsten den Film ausgemacht hätte. Wie schaffen es die Castingargenturen immer wieder für Vampire die uncharismatischsten Volldeppen zu casten. Auch die Blöditussi, die unbedingt Vampir werden will, hat wohl eher die Rolle in nem Preisausschreiben gewonnen oder hatte andere weibliche Argumente vorzuweisen. Das mit dem Schauspielern sollte sie jedenfalls lieber lassen.

Von der behämmerten Handlung einmal abgesehen, kann auch die weitere Umsetzung nicht gefallen. Die Effekte sind sauschlecht und echt nervig. Dieser Verwischeffekt ist nur lächerlich. Blut gibt es eigentlich gar keins zu sehen, dafür jede Menge Nu-Metal zu hören. Zwar nicht wirklich passend aber an sich nicht schlecht. Einige Kulissen kommen dann immerhin ganz gut. Insgesamt ist das aber alles zu wenig.

Fans des Originals müssen die Ähnlichkeiten zu diesem Streifen mit einem Elektromikroskop suchen. Ich habe außer dem Namen Lestard keine gefunden.

Fazit: Nervige Kindergartenvampirfilmadaption mit oberdämlicher Handlung und richtig schlechten Schauspielern. Finger weg und lieber zum x-ten Male „Interview mit einem Vampir“ angucken.

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