„Ich schreibe Drehbücher nie mit bestimmten Schauspielern im Hinterkopf, doch als ich diesen Stoff beendet hatte, ging es mir genau wie vor Jahren bei „Braveheart“- mir fiel zuerst Mel ein, wer die nötige Kombination von Tapferkeit und Sensibilität zeigen könnte.“ (Randall Wallace)
Eine Einheit französischer Truppen bewegt sich durch das La-Drang Tal als sie von einer vietnamesischen Truppe angegriffen und vernichtet werden.
Zehn Jahre später im gleichen Land, im gleichem Tal, gegen den gleichen Feind. Die 7 Kavallerie unter Col. Moore (Mel Gibson) soll eine nicht bekannte Anzahl vietnamesischer Truppen, die in der Nacht einen US Stützpunkt in Vietnam angegriffen haben, eliminieren. Per Hubschrauber wird er und seine 400 Mann starke Einheit ins Krisengebiet entsand und trifft dort auf ca. 2000 Vietcongs.
Während sich dort eine der blutigsten Schlachten entwickelt und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, erhalten bei den Familien zuhause immer mehr Frauen die Todesnachrichten ihrer Männer.
Historischer Hintergrund
„Wir waren Helden“ basiert auf dem Buch „We were soldiers Once ... And young“, das die erste Auseinandersetzung zwischen US-Army und der Volksarmee Nordvietnams dokumentiert, die am 14. November 1965 begann und im la-Drang Tal zu einer mehrtägigen Schlacht zwischen rund 400 amerikanischen Soldaten und geschätzten 2000 Vietnamesen führte.
„We were soldiers Once ... And young“ stammt von zwei Zeitzeugen. Der hoch dekorierte Militärstratege Ltd. Colonel Harold G. Moore führte damals die US-Truppen an und wird im Film von Oscar®Preisträger Mel Gibson verkörpert. Kriegskorrespondent Joseph L. Galloway (dargestellt von Barry Pepper) war indes ein Zivilist, der dem Massaker bis zum Ende beiwohnte, um die grausame Geschichte für die Nachwelt festzuhalten.
Die bewegensten Szenen in diesem Film sind Abschnitte in denen Frauen ihren Freundinnen die Telegramme mit den Todesnachrichten überbringen oder Mel Gibson mit seinen Kindern betet und seine Tochter ihn frägt: „Daddy, was ist ein Krieg?“ oder er weint „Oh Gott vergib mir wenn meine Männer starben und ich nicht.“.
Technisch wurde der Film perfekt gemacht bis auf die üblichen Szenen, dass die Hauptpersonen nie in Deckung gehen usw.
Die Explosionen und Effekte sind alle Perfekt gemacht und auch die Wunden der Soldaten sind sehr realitätsnah.
Die Deutsche 16ner Fassung ist allerdings nicht empfehlenens Wert, denn es fehlen teilweise für die Handlung verständliche Abschnitte (Siehe auch Schnittbericht).
Fazit: Randall Wallace und Mel Gibson machten nicht nur einen Vietnamfilm der so grausam und brutal alles zeigt was auf dem Schlachtfeld vor sich geht, nein er zeigt auch die Szenen bei den Familien der Gefallenen. Genau nach dem Motto: Vater. Ehemann. Bruder.
Kein Mann ist nur Soldat.