Review

Meine Meinung:
Um es gleich vorwegzuschicken. Dies ist ein Mel Gibson Film. Und das bedeutet authomatisch: Er strotzt vor Patriotismus und Religiösität. Das ist so und Einige mögen sich wie immer haareraufend darüber aufregen. - Ich nicht. Denn der Film ist einfach nur genial! "We were soldiers" ist ein Kriegsfilm, der sich erfeulicherweise weigert sich in den peinlich tränenerstickten "Was haben wir getan...?!"-politicall-correctness-Kriegsfilmtrend a la "Platoon" einzureihen. Der Film zelebriert ehrlich und unverblümt seine Message Patriotismus und läßt den Zuschauer authomatisch mit der Seite der Amerikaner sympathisieren, wenngleich er auch immer wieder sporadisch darauf eingeht, dass auch die Gegner nur Menschen sind. Er läßt aber auch nie einen Zweifel aufkommen, wer "die Guten" darstellen soll. Wenn ein Kampfchopper mit rasendem Gattlingfeuer Moore's Truppe in letzter Sekunde vor einer vietnamesischen MG-Stellung rettet oder Napalmbomber der Air Force den zahlenmäßig überlegenen Feind empfindlich zurückwerfen kann man sich ein dämonisches Grinsen oft kaum verkneifen. Der Film hat aber auch durchaus nachdenkliche Ansätze. So blendet er immer wieder in die Siedlung der amerikanischen Soldatenfrauen über und zeigt ihren Schmerz und ihren Leidensweg, als die ersten ihrer Männer fern der Heimat fallen.

Abschließend muß ich noch meinen Frust über die verbockte Filmtitelübersetzung loswerden. Aus "We were soldiers" "Wir waren Helden" zu machen ist pathetisch und zudem klingt der deutsche Titel selbstherrlich und überheblich. Schlimmer hätte man's nicht versauen können. Übersetzungsmassaker wie diese sind es, die mich Importe bevorzugen lassen.

Fazit:
Der Film ist bekennend patriotistisch, propagandistisch und teilweise kriegsverherrlichend. Aber what da hell: Es ist einer der besten Kriegsfilme ever! An alle Fans des Genres: "We were soldiers" ist ein must have!

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