Review

Ein Raumkreuzer empfängt die Notsignale und verzweifelten Hilfeschreie der dortigen Forschungsstation. Am anderen Ende der Leitung verlangt man die sofortige Evakuierung, was auch seinen guten Grund hat: die Menschen da unten sterben wie die Fliegen weg, weil mal wieder was am mutieren ist. Da scheint wohl im Forschungslabor was außer Kontrolle zu sein. Nachdem der Funkverkehr abrupt abbricht, gibt der kommandierende Offizier den Befehl, sofort alles zu versiegeln.

Ein Film der Alien vs. Zombie heißt ist für einen Trashfreund wie mich gleichzeitig eine Einladung mit rotem Schleifchen drumrum, aber auch gleichzeitig eine Warnung, das die folgenden 90 Minuten eine ziemliche Qual werden können. Aber mal zunächst zu den Fakten, wo ist eigentlich das Alien? Ist es dieses Tentakelteil, was mal durch die Tür lugt oder der Predator Verschnitt der mal vorbeischaut, ich weiß es nicht. Und auch die Zombies sind ja genau genommen Mutanten und werden im Film auch so bezeichnet, also gilt mal wieder, vielen Dank deutscher Rechteinhaber, das du die Kunden auf diese Weise köderst, andererseits es funktioniert, also haben die Marketingstrategen wohl alles richtig gemacht.
Fragen über die Handlung sollte man auch lieber nicht stellen. Wer betreibt diese Forschungsstation, wie kam es zu dem Mutantenausbruch, wer schickt diese multinationale Rettungstruppe, die amerikanische, australische und mexikanische Aufnäher haben, niemand verrät es uns. Immerhin haben wir ein erprobtes Grundszenario, ein unterirdische Forschungsstation ist von menschenfressenden Monstern überlaufen und ein kleines Häuflein Überlebender versucht zu entkommen, ein Prinzip das auch der untalentierteste Regisseur nicht versauen kann, auch wenn sich die Australier diesbezüglich ziemlich zerstörerische Mühe geben.
Ich bin mir selbst noch nicht ganz sicher ob ich den Film mögen oder in die Tonne treten soll. Positiv kann man ihm anrechnen, das für eine solche Low Budget Produktion sowohl die Weltraum CGI als auch die Mutantenmasken schlichtweg toll aussehen, auch die Gorefraktion bekommt genügend Härten geboten, da haben die Maskenbildner wirklich dolle Arbeit gemacht. Peinlich hingegen die menschlichen Protagonisten. Selten sieht man so viele ahnungslose Mimen wie hier, ich hoffe wirklich das diese Laien nicht die Elite der australischen Schauspielkunst darstellen, da sollte man sonst doch lieber Paul Hogan aus dem Altersheim zurückholen. Wirklich grottig ist dazu noch nicht nur die Synchro, sonder auch die Charaktere. Da ist keine wirkliche Sympathiefigur unterwegs, der man das Überleben auch nur ansatzweise gönnen würde (tut ja auch keiner , hehe).
Bleibt am Ende ein leidlich interessantes SciFi Horror Filmchen mit guten und schlechten Seiten. Der Character Designer gehört gefeuert, den Rest kann man durchgehen lassen. Nach dem Film hatte ich aber irgendwie das Bedürfnis mal wieder ausgiebig Doom zu zocken, seltsam.
4/10

Details
Ähnliche Filme