Review

Ein weiterer Martial-Arts-Streifen aus dem Hause Gebrüder Shaw.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Der faule Crazy Kid muss das Shaolinkloster aufgrund seiner Disziplinlosigkeit und Faulheit verlassen. Nachdem dieser, nun herumwandernd, den armen von Ausbeutern unterdrückten Kaufleuten zu Hilfe kommt, bietet der Bürgermeister ihm die Leitung eines noch zu eröffnenden Restaurants an. Crazy Kid wird zu Master Kid, ein hoch angesehener, rechenschaffener Mann in der Bevölkerung. Hier lernt er San Niang, eine Freudenhausflüchtige, kennen, die er letztlich heiratet und sesshaft wird in der Stadt zu Ungunsten der Gangsterbande, die ihn immer wieder mit vergeblich scheiternden Versuchen, ihn aus der Stadt zu jagen, entgegenkommen. Die Gangster heuern nun einen Auftragskiller an, der erstmal den Schwiegersohn und San Niang tötet. Gefrustet vor Rache, dem Shaolin-Kodex zuwider, begibt sich Master Kid zum Gangsterunterschlupf und rächt den Tod seiner Geliebten. Nach vollzogener Tat kehrt er zum Shaolinkloster zurück.

Lo Mar bringt hier einen scheinbar einen archetypischen Kung-Fu-Film herraus, der wieder einmal das Thema Rache durchkauen soll. Doch fängt diese erst gegen Ende des Films los. Viel eher ist das Motiv des Macher der Unterschied zwischen dem Menschen aus dem Lande und der Stadt. Der Landmensch hier von Crazy Kid verkörpert ist von reinem Herzen und immerzu hilfsbereit, der Städtler hingegen egoistisch, auf das eigene Profit fixiert (Gangster, Bürgermeister). Die Rache soll nur einen Gewissenskonflikt gegenüber seinen erlernten und erlebten Shaolinehrenkodex' auslösen. Sehr schön hier die Gebetstafeln nach dem großen Finale.

Action und Blut gibt es genug hier, jedoch derart mit seinen unrealistischen Moves in den Kämpfen derart ins Lächerliche gezogen. Auch wirken ein paar der Gangster sehr comichaft. Eher unpassend bei solch einer ernsten Lebenssituation der beiden Hauptcharaktere. Die Schauspieler zeigen kaum Emotionen, sind eher schlecht ausgewählt aus der Shaw-Leitung, einen Ti Lung oder David Chiang hätte der Liebhaber hier sehen wollen.
Auch fehlen hier jegliche Elemente der Romantik unserer zwei Aussätzigen. "Junge, du hast sie gerade geheiratet, zeig doch, wie du sie liebst!"

Fazit: Der Film bietet eigentlich eine gute Storyline, aber die Umsetzung ist gescheitert. Ein wenig zu viel Slapstick, eine gewisse Härte hätte hier mehr Tiefgründigkeit ausgezeigt.
6/10

Details
Ähnliche Filme