Review

The Tournament
(Ascot Elite) 

Welche Filme sind trotz einer doch eher überschaubaren Geschichte immer wieder ein Erfolgsgarant? Jene, die ohne Rücksicht auf Verluste Action in Kombination mit einem guten Cast und hohen Schauwerten in die Arena schicken…. Ob es nun Battle Royal oder Smokin´Aces waren, dieses Genre setzte auf Adrenalin und einen hohen Spaßfaktor für ein erwachsenes (und wahrscheinlich eher männliches) Publikum. Was lag also für Regisseur Scott Mann näher, als mit seinem Debüt das Grundrezept beider Filme zu verbinden, und The Tournament zu drehen.
Die Geschichte dreht sich um ein alle sieben Jahre stattfindendes Event namens The Tournament, in welchem sich die Topstars der Profikiller aus aller Welt treffen, um zu sehen, welcher von ihnen der Beste ist. Dem Überlebenden winkt das Preisgeld von 10 Millionen Dollar plus den Rang des besten Profikillers. Die Regeln des Spiels sind recht simpel, Töte, oder du wirst getötet. Um das Ganze für die zuschauenden Gäste der Veranstaltung nachvollziehbarer und überschaubarer zu machen, bekommt jeder Teilnehmer einen Peilsender implantiert, der bei Bedarf den Verlauf der Geschichte auch etwas beeinflussen kann. Ein klar vorgegebenes Zeitlimit von 24 Stunden sorgt dazu für ein hohes Tempo im Bodycount.
Damit das Ganze aber nicht zu einer Nummernrevue der brutalsten Hinrichtungen verkommt, spendierten die Drehbuchautoren noch eine zwar spärliche, aber nett erzählte Hintergrundgeschichte. Die sorgt zwar nicht unbedingt für eine spürbare Tiefe der Charaktere, aber so bekommen die Protagonisten doch ein einigermaßen brauchbares Profil, und dem Publikum ist es plötzlich nicht mehr schnurz, wer gerade das zeitliche segnet.
Auf der einen Seite haben wir hier den vormaligen Tournamen-Gewinner Joshua Harlow (Ving Rhames, Pulp Fiction, MI: III), der noch eine persönliche Rechnung zu begleichen hat, auf der anderen Seite den trinkfesten und völlig ahnungslosen Priester Joseph Macavoy (Robert Carlyle, 28 Weeks Later, Trainspotting), der durch einen unglücklichen Zufall das Implantat bekam, und nun zur unfreiwilligen Zielscheibe verdammt ist. Gerade diese beiden Plots geben dem Film eine zwar nicht überragende, aber trotzdem unterhaltsame Substanz.
Dazu gesellen sich neben den eben erwähnten bekannten Darstellern noch Kelly Hu (X-Men 2, Strange Days) oder Sebastian Foucan (Casino Royal), und natürlich der wichtigste Aspekt solch eines Filmes: die Action!!! Und hier gibt es für den Freund des Genres das volle Brett. Was The Tournament hier an krassen Shoot Outs mit expliziter Gewaltdarstellung, genial choreografierten Actionszenen und triefendem Zynismus vorbringt, hätte normalerweise Platz in zehn Actionfilmen. Somit ist The Tournament in seiner ungeschnittenen Version für Adrenalinfreunde und Actionfans eine echte Offenbarung, auch wenn ihm ein wenig mehr Drehbuchtiefe sicherlich nicht geschadet hätte.   

CFS 

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