Review

The Tournament ist ein sehr unterhaltsamer Fun-Splatter-Action-Film. Auch wenn die Figuren sehr stereotyp angelegt sind, langweilen sie nicht, was auch an den guten Schauspielern liegt.

Insgesamt ist der Film sehr straff erzählt. Die Randstorys lockern das Geballere auf, ohne es unnötig in die Länge zu ziehen. Die toll inszenierte Action tut ihr übriges. Der Blutgehalt ist extrem hoch. Die Tötungen sind zwar nicht innovativ, aber so überspitzt, dass der Film auch sehr gut als Persiflage funktioniert.

Viele sagen: Hirn raus und Film rein. Dem kann ich fast uneingeschränkt zustimmen. Allerdings bietet The Tournament am Rande auch einige ernstahfte Aspekte. Denn dem Film wohnt neben der Medienschelte auch eine deutliche Kritik gegenüber der Überwachung öffentlicher Plätze und dem blutgeilen Publikum innne. Erst durch die ganzen Kameras, die die Sicherheit der Bürger vermeintlich erhöhen sollen, wird diese Battle Royale möglich. Denn sonst könnten die Wettkönige aus aller Welt dem Gemetzel nicht beiwohnen und es würde wohl nicht auf finanziell so einträgliche Art stattfinden. Auch dem Zuschauer wird durch den blutgeilen Voyeurismus der Millionäre der Spiegel recht deutlich vorgehalten. Denn irgendwie jubeln wohl fast alle Gorehounds bei den Blutfontänen ähnlich laut wie eben jene Texaner und Asiaten (oder wo sie auch immer herkommen mögen), die ihr Geld auf den Tod anderer setzen.

Somit verfügt The Tournament auch über einen interessanten Subtext, der allerdings aufgrund der rasch aufeinanderfolgenden Actionsequenzen ein wenig untergeht.

8/10

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