Review

The Tournament (2009)

https://www.youtube.com/watch?v=04F4xlWSFh0

"Ladies and Gentlemen, wir erwarten ein Blutbad auf das sie sich jetzt freuen dürfen"

Scott Manns Erstlingswerk erfreut keineswegs durch Logik, eine tiefgründige Story oder bemerkenswert hintergründige Charakterzeichnung, viel mehr durch eine sehr straighte, kugelhagelige, blutgetränkte und verflucht kurzweilige Inszenierung. Die mit implantierten Überwachungschips versehenen 30 Auftragskiller die sich hier durch ein Big Brother/Battle Royale Szenario ballern, stechen und sprengen haben nur eines im Sinn: Innerhalb von 24 Stunden den restlichen Mitspielerkillern das Lebenslicht auszuknipsen und die ausgelobten 10 Millionen Dollar abzugreifen, während eine Gruppe reicher und gelangweilter Geldsäcke alles auf Großleinwand verfolgt und hohe Wetten auf den Sieger abschließt. Dabei u.a. Ving Rhames, letztmaliger Gewinner der abartigen Show, der nebenbei noch herausfinden möchte wer denn seine schwangere Frau killte, Robert Carlyle als saufender, kaputter Pfaffe, der ungewollt einen der Chips schluckt und der durchgeknallte Psycho Miles Slater, gespielt von Ian Somerhalder, der sichtlich Spaß inne Backen hat, und von "Lost" oder "ehemals Model" nicht mehr viel erkennen läßt. Hier und da machen sich zwar "feine" Plotholes und Logikfehler bemerkbar, dafür rockt der Mist wie Sau. Deftig, heftig wird hier Rubbel die Katz-artig zur Sache gegangen, gar keine Gefangenen gemacht und gekillt als gebe es kein Morgen. Fetzig-"royales", mit sehr guten Effekten garniertes B-Adrenalinkino mit viel "Käse", ohne Sinn und Verstand belegt, mit leider etwas zu wenig griffigen Onelinern gebraten, insgesamt aber für den Moment sattmachend.

Fazit: Faites vos jeux und let the bodies hit the floor!

7 von 10 garagentorgroßen Einschusslöchern

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