Review


Inhalt:

Irgendwo in China. Der junge Tai (John Cheung) fristet in einer drittklassigen KungFu-Schule ein ziemlich kümmerliches Dasein. Der nicht gerade herausragende Sifu, der die Drunken-Fist-Technik versucht zu lehren, speist den jungen Mann mit niederen Arbeiten ab.., lernen tut der durchaus talentierte Tai kaum etwas dabei.

Wenn aber ein reicher Vater seinen kompakt gebauten Sohnemann in diese Schule entsendet, sieht die Sache anders aus..., so wird der korpulente Fatty (Chiang Kam) sogleich ein Schüler..., gleichwohl der nur essen und schlafen kann..., und sich über Tai auch noch lustig macht.

So haut Tai denn eines Tages ab. Er begegnet Chin Pai To (Fan Mei-Sheng)..., da weiß er noch nicht, dass dies ein Meister im KungFu ist.
Dann kommt Tai dem geistig gestörten Stotterer Hsiao Lung (Cheng Kang-Yeh aka Cheng Hong) in die Quere. Der will dies nicht auf sich sitzen lassen..., und beschließt, Tai töten zu lassen.

Dann begegnet Tai dem ominösen "Ghost Hand" Lo Hsin (Hwang Jang Lee)..., ein Meister der gefürchteten Adlerkrallen-Technik.
Doch der hält Tai nur zum Narren..., und der findet sich gar in einer Sklaven-Auktion wieder, wo er zum Verkauf steht.
Wieder gelingt die Flucht...., und letztendlich kommt Tai als Schüler bei Chin Pai To unter.
Tai erlernt endlich richtiges KungFu!

Doch Hsiao Lung und dessen Vater (Chin Pei-Ling) wollen Tai endlich habhaft werden..., machen mit Lo Hsin gemeinsame Sache und Chin Pai To wird getötet...!

Tai will blutig Rache nehmen..........


Fazit:

Das war leider ein enttäuschender Eastern-Freitagnachmittag. Ich war schon ziemlich ernüchtert über diese alberne KungFu-Klamotte mit einer so dünnen wie verworrenen Geschichte..., und einer leider für einen Eastern ziemlich flauen Atmosphäre...

Hwang Jang Lee...., ein MegaStar des Eastern-Genres..., nach seinen Welterfolgen mit John Liu und dann mit Jackie Chan..., liefert er hier eine insgesamt schwache KungFu-Kommödie mit reichlich Hängern, schlapper Komik und durchschnittlichen Kämpfen, die anfangs auch noch ziemlich schlecht sind.

Am Anfang balgt sich Hauptdarsteller John Cheung mit dem feisten Chiang Kam..., die beiden blödeln rum..., das ist wenig witzig, ja peinlich.
Dann kommt die Story langsam in Gang..., doch richtig zünden will das ganze nicht.
Die Gewalt so zum Schluss..., aus was speist sie sich? Aus der gekränkten Eitelkeit eines geistig gestörten Stotterers..., der will wegen irgendeinem Kinderkram, dass John Cheung gleich umgelegt wird. Und nach einigen Verwirrungen kommt denn Hwang Jang Lee ins Spiel, der das dann bewerkstelligen soll. Derweil erlernte die Haupt-Figur durch Fan Mei-Sheng (einer der wenigen Lichtblicke dieser Produktion) richtig KungFu. Und dann kommt es zum Endkampf, bei dem John Cheung seinen Meister denn noch rächt.
Umständlich umgesetzt und peinlich hingebogen..., damit der Streifen denn noch einigermaßen storytechnisch ins Ziel kommt.

Nö..., also da bin ich besseres gewohnt, und nach Hunderten von Eastern wohl auch etwas verwöhnt.
Die Komik ist von lauer Peinlichkeit...., die Geschichte ohne große Motivation und das Drehbuch hingeschustert. Regisseur William Cheung Kei  (aka Chang Chi) kurbelte den Streifen sichtlich auch etwas lustlos runter. Tja, was soll man da noch groß schreiben....?

Gibt es Lichtblicke? Jau..., da haben wir einen hier doch noch wirklich witzig-aufgeweckten Fan Mei-Sheng..., und so im letzten Drittel des Streifens noch einigermaßen passable KungFu-Fights, weg vom Gebalge..., mit noch ein paar Feinheiten und etwas Dramatik. Herausragend sind auch diese Kämpfe nicht..., selbst das Duell Hwang Jang Lee gegen John Cheung bildet da keine Ausnahme. Man meint irgendwann, so, jetzt ist der Scheitelpunkt der Kurve erreicht, jetzt wird nur noch ernsthaft und mit Finessen gefightet..., da kommen schon wieder irgendwelche faden Mätzchen.
Firlefanz heijeh...

Hwang Jang Lee..., bärbeißig, böse..., ein Denkmal seiner selbst, und schauspielerisch genauso unbeweglich. Die Fights kann er mit seiner Beintechnik noch anheben..., aber ich habe ihn unzählige male besser gesehen. Man kennt ihn eben viel besser..., und er legte die Messlatte für sich selbst eben sehr hoch.
John Cheung..., bemüht, aber mimisch steif..., er fightet durchaus agil..., doch die Choreographie gab hier eben nicht viel her.

Darstellerisch am "besten" neben Fan Mei Sheng ist hier sogar noch Cheng Kang-Yeh (aka Cheng Hong). Der spielt einen geistesgestörten Stotterer...., so was von bescheuert. Das muss man aber erst mal SO drauf haben. Der Typ den er mimt ist derart saudämlich..., muss man erst mal so spielen können. Der Typ nervt absolut..., aber ich meine das Mimische: Gekonnt Cheng Kang-Yeh. Der behämmertste Charakter ist schauspielerisch am überzeugendsten verkörpert.

Also, ich wollte ja so im letzten Viertel meiner "Mission ofdb", auf die 200 Eastern-Revs zugehend..., noch richtige Knaller rezensieren..., und stieß auf diesen Streifen, der von seiner Besetzung viel versprach und ja auch hier von anderen gut bewertet wurde. Also ich kann mich da nur wundern....

Für einen witzigen Fan Mei Sheng, einige gute Trainingseinlagen, ein bissel gutes KungFu und Dramatik im Finale..., gibt es denn noch äußerst wohlwollende 3,5/10 Punkte. Ein Eastern-Streifen für ganz einfache Gemüter..., ich war froh als es vorbei war....

Details
Ähnliche Filme