Will Ferrell spielt einen Wissenschaftler, der durch eine von ihm gebaute Maschine in einen Zeitstrudel gerät und zusammen mit einer Studentin und einem weiteren Begleiter in der Vorzeit landet. Da sie der urzeitlichen Welt, in der unter Anderem Dinosaurier und Höhlenmenschen ihr Unwesen treiben, schnellstmöglich entkommen wollen, beginnen sie mit der Suche nach der Zeitmaschine, wobei sie feststellen, dass diese auch für eine außerirdische Lebensform nicht ganz uninteressant ist.
Will Ferrell macht sich in seinen Filmen bekanntermaßen recht gern zum Affen, was gelegentlich auch funktioniert und für Kurzweil sorgt, aber auch zur Folge hat, dass er des Öfteren in schwachen bis peinlichen Produktionen zu sehen ist. Eine davon ist "Die fast vergessene Welt", die nicht zu Unrecht dieses Jahr für sieben Himbeeren nominiert wurde.
So finden sich bereits beim Skript einige vermeidbare Fehler. Die Grundidee, wenn auch auf der Fernsehserie "Im Land der Saurier" basierend, ist definitiv nicht schlecht und hätte einen gelungenen Nährboden für eine unterhaltsame Abenteuer-Komödie geboten, aber ab dem Moment des Zeitsprungs stellen sich die Macher mit einigen Einfällen selbst ein Bein. So ist es keine sonderlich gute Idee, neben Dinos und Höhlenmenschen (und ja - die leben hier eben zeitgleich) auch noch Außerirdische mit ins Geschehen zu bringen, so entpuppt sich die gesamte Story binnen kürzester Zeit als der reinste Nonsense.
Das wiederum wäre nicht weiter tragisch gewesen, würde Regisseur Brad Silberling, der sich mit "Stadt der Engel" einen Namen machen konnte, die Gagdichte hoch genug halten, um so für einen hohen Unterhaltungswert zu sorgen. Doch dies gelingt nur teilweise, da längst nicht jeder Gag zu zünden vermag, manche sogar arg fäkal- und klamaukartig ausfallen, während andere durchaus belustigen. Für einen soliden Unterhaltungswert reicht es dennoch nicht, dafür hätte es unterm Strich einfach mehr gebraucht. Außerdem hat Silberling nicht mehr zu bieten, so sind die wenigen Action-Szenen zwar ganz nett, spielen mit den eher mäßigen Effekten aber ganz klar in der zweiten Liga, während auch die sonstige Inszenierung wenig Überzeugendes bietet.
Darstellerisch gibt es dabei nicht allzu viel zu beanstanden. So ist Will Ferrell als Wissenschaftler, der sich ganz gern in seiner Genialität sonnt, im Grunde aber am laufenden Band mit der Situation überfordert ist, überzeugend, ist immer mal wieder etwas zu albern, verbucht aber doch den einen oder anderen Lacher auf seinem Konto. Daneben zeigen sich Anna Friel und Danny R. McBride spielfreudig und weitestgehend überzeugend.
Fazit:
"Die fast vergessene Welt" ist der reinste Nonsense und hat für den nötigen Kurzweil nicht ausreichend Lacher zu bieten, da bei Weitem nicht jeder Gag zündet. So bleibt eine ganz nett bebilderte, routiniert gespielte Abenteuerkomödie, die nicht mehr als gepflegte Langeweile zu bieten hat.
43%