Review

Im von den Nazis besetzten Frankreich enttarnt der Judenjäger Landa Shoshanna Dreffuss´ Familie und richtet sie hin...
Vier Jahre später in Paris: Shoshanna, die fliehen konnte, unterhält ein Kino. Dort soll eine große deutsche Filmpremiere stattfinden - Shoshanna wittert die Chance auf ihre Rache!
Zur gleichen Zeit: Die verwegenen Basterds, amerikanische, jüdische Nazijäger, räumen mit den nazis auf! Auch sie planen einen Anschlag auf die Filmpremiere!

Quentin Tarantino räumt mit der deutschen Naziriege auf! Inglourious Basterds, der aktuellste Geniestreich Tarantinos, glänzt mit Staraufgebot und Überlänge! Ja, man mag Tarantinos Filme mögen, so manches Mal werden seine Neigungen zur Überspitzung anstrengend! 2,5 Std Film sind schon eine ganze Weile! Glücklicherweise gelingt es ihm, weitestgehend gut zu unterhalten! Die Unterteilung des Films in Kapitel ist ebenfalls nichts neues und dem Kenner aus seinem Repertoire bestens bekannt, dennoch passt es zum Film und erspart vermutlich weitere Überlängenzuschläge.
Das Tarantino wiedermal ein Staraufgebot um sich versammelt, ist auch nicht neu, dennoch stimmt die Besetzung. Besonders hervorheben möchte ich Daniel Brühl, der als absoluter Obernazikriegsheld glänzt! Scheint er gewissermaßen sein Fett weg zu bekommen, wird ihm diese Rolle wohl trotzdem internationalen Ruhm bringen!
Auf das titelgebene Werk "Inglorious Bastards" (aka Ein Haufen verwegener Hunde) von Enzo G. Castellari, der übrigens auch eine Rolle im Film spielt, wird in Teilen angespielt, doch ist es mehr die Grundidee der Naziskalpjäger, derer Tarantino sich hier bedient hat!
Trotz aller Kritik, Inglourious Basterds schafft es auf unterhaltsame Weise, die bedrückende Atmosphäre der 3.-Reich-Thematik in einen (mehr als) abendfüllenden Film zu verpacken und dem Zuschauer ein infernales Finale zu bieten!

Details
Ähnliche Filme