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Es ist schon faszinierend, wie Tarantino seine „ganz eigenen Filme“ auf die große Leinwand bringt! Es ist auch faszinierend wie dieser eigenwillige Stil, diese wohldosierte Mischung aus Dramatik, Komödie und Brutalo-Film, immer wieder punkten kann – bei seinen Fans zumindest! Schwer verdaulich mag diese Kost für den Normalseher sein. Wer Action-Getöse erwartet, ist ebenso im falschen Film wie derjenige, der ein historisch korrektes Drama erwartet. Tarantino schert sich wie immer einen Dreck um Mainstream und schwappt seinen „kreativen Erguss“ ungebremst ins Kino-Publikum. Die einen lieben ihn dafür, die anderen wenden sich eher empört ab – beide Parteien sehen aber denselben Film. An Tarantino scheiden sich die Geister. Handwerklich geht er professionell und dem Kino zutiefst ergeben vor. Ja, Tarantino singt mit jedem seiner Filme ein regelrechtes Hohelied auf das Kino. Ob man mit der bitteren WW2-Thematik so schwarzhumorig umgehen sollte, hat schon Charlie Chaplin nicht gestört. Hier entscheidet eindeutig der Geschmack des jeweiligen Publikums (wahrscheinlich ist dies auch länderabhängig).
INGLOURIOUS BASTERDS schlägt (wie auch immer) bombenmäßig in die Filmwelt ein. Tatsache ist, dass es schwerlich ist, einen „zweiten Tarantino“ im Business zu finden. Diesen „Quentin-Style“ muss man sehen, um zu wissen, was damit gemeint ist.
Fazit:
Eigenwillig interessante Erzählstruktur, die optisch brillant umgesetzt wurde. Hier werden sich die Geschmäcker streiten und die Geister scheiden – aber ich denke, dem Regisseur ist dies shit-egal.
What’s next, Quentin?

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