Stu und seine Freunde jetten zum Angeln in die Karibik - und steuern direkt ins berüchtigte Bermudadreieck. Gelber Nebel wabert ihnen entgegen, und kaum lichtet sich der Dunst, erscheint ein seit Jahren verschollener Luxusliner, auf dem ein durchgeknallter Schauspieler umgeht…
Gefangen im Bermuda Dreieck ist mal wieder ein typischer Fernsehfilm. In seiner Struktur eher behäbig um keinen Senioren hinter der Mattscheibe einen Kurzschluß im Herzschrittmacher zu verpassen. So beginnt das ganze auch als besseres Urlaubsvideo, es wird fröhlich geschwommen, getaucht, gequatscht und geangelt, außer das ein totes Kind einer Ollen von Wasserunten an die Quanten faßt, passiert die ersten 30 Minuten erstmal nüscht. Interessant wirds erst dann wenn der Nebel auftaucht, die Instrumente ausfallen und der uralte Riesenpott Queen of Scots auftaucht. Die CGI bleibt dabei im Rahmen eines TV Films erträglich. Ab da wird aus Onkel Otto besucht die Karibik ein recht passabler Grusel/Mystery Thriller, ohne groß innovativ zu sein (Ghost Ship läßt schön grüßen), stets vorhersehbar wie die nächste Steuererhöhung, dennoch recht gut unterhaltend, wenn der vom Geist des Schiffes übernommene Teilnehmer der Reise die restlichen Reisegruppe zum Klabautermann schicken möchte.
Sein Logikzentrum versenkt man vor Filmgenuß auch lieber in den nächsten Baggersee, keinem der Leute fällt beispielsweise auf das die Einrichtung im Schiff aussieht wie frisch aus der Werft gepellt, entscheidende Schlüssel werden eben mal nebenbei irgendwo mitten im Ozean gefunden und überhaupt was genau mit dem 1939 verschwundenen Passagierschiff passierte wird bestenfalls vage angedeutet. Es wird zwar von einem Voodoo Geist gesprochen, aber hey ich dachte es geht hier um das Bermuda Dreieck, oder ist das jetzt alles eine Soße, ich weiß es nicht. Immerhin waren die Scripter so clever mit einem britischen Schiff eine Währung zu wählen, die sich seit 1939 nicht verändert hat, so daß die Geldgier des Protagonisten mit dem Plündern des Safes Sinn macht. Wäre lustig gewesen wenn es sich zB um ein deutsches Schiff gehandelt hätte, der hätte seine helle Freude an Abermilliarden von Reichsmark beim Umtausch bei einer Bank gehabt.
Wenn man ein Faible für Bermuda oder gruslige Schiffsgeschichten hat kann man den Film im Notfall nebenher durchaus konsumieren, wenn man die doofen Dialoge anfangs mal überstanden hat, kommt am Ende sogar so etwas ähnliches wie Tempo auf, die Darsteller passen sich dem Durchschnitt und Luke Perry zur Abwechslung mal den Bösmenschen spielen zu lassen sieht man auch nicht alle Tage.
5/10