Die Cops sind auf Sendung
Detective Mitch Preston (Robert De Niro) ist seit über 25 Jahren bei der Polizei, liebt seine Arbeit und nimmt sie auch sehr ernst. Das lässt er nicht nur Grundschüler bei Vorträgen deutlich spüren, sondern auch jeglicher Art von Kriminellen.
Bei einem Undercovereinsatz gegen einen Drogendealer kommt ihm jedoch Officer Trey Sellars (Eddie Murphy) dazwischen. Der fordert per Funk Verstärkung an, was von einem Lokalen Fernsehsender aufgegriffen wird und sofort per Liveberichterstattung verfolgt wird. Im darauffolgenden Chaos fühlt sich Preston derart vom Fernsehteam genervt, dass er eine Kamera zerschießt.
Seine Kurzschlussreaktion bleibt nicht ohne Folgen: Das LAPD wird zur Kooperation gezwungen, indem Mitch Preston für eine Realityshow herhält, die über den Alltags der Cops berichtet. Partner an seiner Seite wird ausgerechnet Sellars. So müssen die beiden notgedrungen zusammenarbeiten und die Show entwickelt sich schon bald zum Hit.
Ein sehr unterhaltsames Buddymovie, in dem De Niro als bierernster Cop und Murphy wie immer als Quasselstrippe voll überzeugen können. Dass die Story um einen Obergangster mit äußerst durchschlagsfähigen Waffen eher dünn ist und letztendlich sowieso nur als Vehikel für die anfänglichen Streitereien und das spätere Zusammenarbeiten der beiden Protagonisten dient spielt keine Rolle.
Solange die Zutaten eines solchen Films stimmen, ist Unterhaltung garantiert. Kritisieren lässt sich hier lediglich das zu niedrige Rating, denn mit einigen derberen Sprüchen, brutalerer Action und dem damit einhergehenden R-Rating hätte man noch etwas mehr rausholen können.
Robert De Niro beweisst hier einmal mehr, dass ihm auch komische Rolle sehr liegen und sorgt so mit seinem Partner Eddie Murphy für einige sehr gelungene Lacher. Sehr witzig ist auch der Gastauftritt von William Shattner geraten, der den beiden eine mehr oder wenige gelungene Demonstration des richtigen Verhaltens von TV-Cops zeigt.
Showtime ist vielleicht nicht der beste Buddyfilm aller Zeit, aber ein mehr als gelungener Genrevertreter, den man guten Gewissens in der Sammlung stehen haben kann, zumal es auch einer der (leider) wenigen Filme der jüngeren Vergangenheit ist, in denen Eddie Murphy voll brillieren kann.