Dem übellaunigen Cop Mitch Preston kommt bei einer Undercoveraktion der Cop Trey Sellars in die Quere. Das ganze Unglück wird per Kamera aufgenommen. Als Preston wütend eine Nachrichtenkamera zerschießt, droht der Sender mit einer Klage, es sei denn, Preston würde bei einer Polizeishow mitmachen. An seine Seite wird ihm der Cop Sellars gestellt und zusammen sollen die beiden einen Waffenhändler dingfest machen.
Mit Robert de Niro und Eddie Murphy bietet die Actionkomödie Showtime eine nicht uninteressante Konstellation an Schauspielern. Interessanterweise ist es sogar so, das de Niro die besten Pointen abgreift, denn sein todernstes Spiel in Kombination mit der Tatsache das er einen Fernsehstar in der Copserie "Showtime" wider Willen geben muß ist wirklich amüsant. Auch seine Dialoge mit dem ungeliebten neuen Partner Trey sind zumindest anfangs sehr komisch. Später wandelt sich das allerdings zum reinen Buddy Movie und der Biss geht da ein wenig verloren.
Die Story selbst ist mal wieder von der eher unrealistischen Sorte. Wegen eines Kamerablattschusses kann ein Fernsehsender locker die ganze Polizei erpressen, Cops zur Teilnahme an der Sendung zwingen und dürfen sogar das Polizeirevier umdekorieren, sowas geht wohl nur im Film. Auch Mitches Privatleben wird umgekrempelt, ein TV-tauglicher Wagen wird angeschafft, auch die Wohnung wird fernsehgerecht umgestaltet und nicht zuletzt auch noch ein Hund aufs Auge gedrückt.
Einen Bösewicht gibts natürlich auch, der mit Copkiller Riesenwummen handelt und damit auch gerne Häuser und Autos perforiert. So kommt ab und an mal ein wenig Action ins Geschehen. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Komödie. De Niro und Murphy geben dabei ein ganz nettes paar ab, allerdings ohne die Chemie von Riggs und Murtaugh zu erreichen. Lustig auch der Gastauftritt von William Shatner, der seine Rolle al TJ Hooker wieder aufnimmt und Mitch die Grundlagen fernsehwirksamer Polizeitechniken verklickern soll.
Wenn die nervigen Fernsehtypen nicht wären und stattdessen mehr Action und Trashtalk der beiden Hauptfiguren geboten worden wäre, könnte Showtime ein echter Renner sein. So hab ich mich doch gewundert, was sich Todernst-Cop Mitch alles gefallen läßt, anstatt der Trulla eines hinter die Löffel zu geben (bei der zerschossenen Kamera war er ja auch nicht pingelig). Auch das Ende kann nicht ganz überzeugen. Bleibt eine nette Komödie, die allerdings auch Schwächen aufweist. Zumindest de Niro ist aber jeden Dollar Gage wert gewesen.
6/10