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"Showtime" ist ein klasse Buddy-Movie, das seinen Kollegen "Rush Hour" und "Hollywood Cops" in nichts nachsteht. Der von Will Smith (I, Robot) produzierte Spaß ist durchaus sehenswert und kann mit einem Klassiker wie "Beverly Hills Cop" locker mithalten.

Robert De Niro (Taxi Driver) spielt einen ernsthaften Detective, der bei einem Einsatz eine TV-Kamera zerstört. Damit das Studio die Polizei nicht verklagt, ist De Niro gezwungen in einer Reality-Cop-Show mitzumachen. Dazu wird ihm ein von Eddie Murphy (Beverly Hills Cop) gespielter Cop zur Seite gestellt, der unbedingt ein Schauspieler werden will. Anfangs versteht sich De Niro nicht allzu gut mit seinem neuen Partner und auch die von Rene Russo (Lethal Weapon 3+4) gespielte Produzentin bereitet ihm einige Probleme. Doch als der Waffenhändler Vargas (Pedro Damian) eine wahre Monster-Knarre in Umlauf bringen will, müssen De Niro und Murphy zusammen arbeiten...

Robert De Niro wirkt dadurch komisch, indem er todernst bleibt. Das allein liefert schon einige Brüller. Hier beweist er, dass er auch als Komiker großes Talent hat. Locker schmettert er Zitate aus "Lethal Weapon" und "Stirb langsam" vom Band. Eddie Murphy hingegen war ja schon fast immer im Komödien-Fach Zuhause. Auch er spielt seine Rolle überzeugend und auf eine leicht übertriebene Art. Eine der lustigsten Momente von Murphy ist, wo er einem Knasti vormacht, dass er für einen Justizkanal arbeiten würde und so den Namen des Hauptverdächtigen aus ihm heraus holt. Pedro Damian (Collateral Damage) spielt einen Oberschurken, der zwar keine großen Momente hat, mit dem man sich aber zufrieden geben kann. Rene Russo sorgt ebenfalls als karrieregeile Produzentin für lustige Momente. Einer der Höhepunkte ist der Gastauftritt von William Shatner (Miss Undercover), wo er den Part von De Niro als den schlechtesten Schauspieler aller Zeiten bezeichnet und ihm dann beibringen will, wie man durch Türen bricht und über Motorhaupen jumpt. In einer Nebenrolle ist noch Robert De Niros Tochter Drena De Niro (City by the Sea) als Rene Russos Assistentin zu sehen.

Die Action ist solide und kann größtenteils unterhalten. Das Finale erinnert auch etwas an das Finale von "Stirb langsam", wo Bruce Willis Alan Rickman gegenübersteht, der seine Frau als Geisel vor einem Hochhausfenster festhält. Hier ist es eben nur Pedro Damian, der Rene Russo vor einem Hochhausfenster als Geisel hält. Und genau wie Rickman stürzt Damian dann auch in die Tiefe, obwohl hier mit einer Wasserflut nachgeholfen wird. Auch De Niros Verfolgung eines Müllwagens ist nicht schlecht gemacht worden und beinhaltet sogar ein oder zwei harte Shoot-Outs. Leider dürfen De Niro und Murphy nicht selber mit der Monster-Knarre etwas rumballern, was bestimmt lustig geworden wäre.

Die Spannung ist in "Showtime" allerdings nicht allzu groß, da man sich größtenteils denken kann, was passieren wird.

"Showtime" kann gut als Light-Version von "Lethal Weapon" durchgehen und ist sowohl für Action-Fans als auch für Komödie-Fans bestens geeignet. In diesem Sinne: "It's Showtime!"

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