Rachegeister, die jenen Erscheinungen aus „Grudge“ nachempfunden werden, scheinen immer noch nicht aus der Mode gekommen zu sein und so machen ein paar krakelige Gestalten mal wieder Jagd auf Highschool-Teens, beziehungsweise, sie treiben sie mit ihrem furchterregenden Auftreten in den Tod.
Die Gruppe um Sandy und ihren Bruder Eli feiert soeben ausgelassen auf einer Pool-Party ihren Schulabschluss, als sie auf den Gedanken kommen, auf dem Friedhof ein altes Kinderspiel, - einer ist Geist und muss die anderen abklatschen, welche daraufhin die Fänger sind - zu reaktivieren. Sandy sieht dabei ein ihr fremdes Mädchen in die Schlucht stürzen, doch ihr Körper bleibt verschwunden. Kurz darauf verschwinden ihre Freunde auf mysteriöse Art und Weise…
Nichts Neues im Geisterland, denn die Story vom einst übel ausgespielten Kind mit schlimmen Ausgang ist leider ziemlich ausgereizt und auch hier ist den Machern nichts Originelleres eingefallen, als die bekannten Gestalten auf die Teens loszulassen und sie mehr oder minder phantasievoll ableben zu lassen. Da reicht die Palette vom Ertrinken im See über Stromschläge bis hin zum Autounfall, wobei die Anzahl der Geister stets zu steigen scheint und, warum auch immer, Kerle impliziert, obgleich die mit der ursprünglichen Tat nichts zu tun haben.
Dabei sind die Charaktere völlig austauschbar, - alle Girls sind Bitches, nur Sandy zeigt hin und wieder Moral und avanciert somit zum potentiellen Survivor. Die Typen sind, bis auf ihren Bruder, reichlich dem Alkohol oder sonstigen Drogen verfallen, protzen mit hohen Geschwindigkeiten bei kleinen Rennen und denken ohnehin nur ans Nüken.
Entsprechend austauschbar sind die Mimen, wobei unter ihnen kein wirkliches Potential für Größeres auszumachen ist.
Demgegenüber kommen die Kreaturen wesentlich besser zur Geltung. Das hohe Kreischen, die weit aufgerissenen Münder, die weißen Pupillen, die schräge Körperhaltung mit ruckartigen Bewegungen, aber auch die zuweilen überaus schnellen und unkontrollierbaren Angriffe sorgen trotz hoher Ähnlichkeit zu bekannten Vorbildern für kleinere Spannungsmomente. Leider treten die Geister zu selten in Erscheinung, während einige Passagen zuviel Ruhe ausstrahlen und diverse Flashbacks stets Drive aus dem Geschehen nehmen.
So fällt jemand in eine Erdgrube, ein Cop reagiert überzogen aggressiv, eine lockt mit Planschen im Pool, ein Ladenbesitzer soll abgelenkt werden und eine Nonne wird besucht, um bei der Aufklärungsarbeit und Vergangenheitsbewältigung zu helfen.
Am Ende vervollständigt ein Rückblick die fehlenden Parts, welche jedoch nicht allzu überraschend ausfallen, selbst der fies gemeinte Gag am Ende erfüllt kaum seinen Zweck.
Phasenweise ist der Stoff nicht unspannend in Szene gesetzt und für Splatterfreunde finden sich immerhin noch kleinere Happen, etwa mit der Szene in einer Werkstatt.
Ansonsten bietet die Geschichte Altbekanntes ohne Pep oder anderweitige Überraschungen und bleibt somit reichlich austauschbar und witzlos.
Ist eher etwas für Komplettisten im Bereich der Rachegeister in Gestalt zügelloser Schreiviecher.
5 von 10