Review

Ein flotter, nicht allzu origineller, aber auch nicht unbedingt ärgerlicher B-Sci-Fier , der sein Thema sicherlich zu einem Gutteil der noch herrschenden Akte-X-Manie Mitte der 90er verdankte, aber andererseits auch fleißig die Klassiker aus den 50ern zitiert, als die Aliens noch fiese Pläne hatten, um die Welt zu übernehmen.

In "The Arrival" sitzen die Viecher auch schon an allen Schaltpositionen der Macht und heizen ganz dolle unsere Atmosphäre via diverser Fabriken in Mittelamerika an, auf das die Klimakatastrophe nun alsbald komme.
Als Retter in der Not muss das Karriere-Wrack Charlie Sheen herhalten, der sich hier den letzten Schweißtropfen abspielt, in dem Bemühen, den finsteren Plan zu entlarven.

Hat man sicher schon ein ums andere Mal gesehen und hat auch keinerlei politische Motivation (damals Aliens = Kommis), ist aber passabel spannend und grundsolide von Genrefreak Twohy (Pitch Black) runtergekurbelt. Ausgestattet mit netten Tricks sitzt der Plot Sheens SETI-Horcher im Genick, dem bald die halbe Welt an den Kragen will, weil er im All was gehört hat.

Der Film ist damit beschäftigt, ihn peu a peu das Geheimnis der Alienpläne aufdecken zu lassen, nur leider ist die Idee dahinter für den Zuschauer schon bald offensichtlich. Dennoch spielt das Buch die Trumpfkarte mit der Frage, wer denn nun der Verräter in Sheens Nähe ist und wer die Chose überlebt geschickt aus.
Dass dabei nicht immer die Sympathen vertrauenswürdig sind, gehört zur Paranoia-SF natürlich dazu.

Wir sagen nichts Böse über Unwahrscheinlichkeiten, wenn Sheen wie durch Zufall geleitet bis ins Herz des Alienkomplexes kommt, aber der Spannungsbogen hält und der Film hat so seine Momente. Der Beste sicherlich, als Sheen in der Badewanne eines maroden Hotels liegend seinen AB abhört und aus der Wohnung über ihm das Wasser zu laufen beginnt, bis ihm die nächsthöhere Wanne fast aufs Haupt fällt. Der Anblick ist unbeschreiblich und das Ergebnis ist besser als jeder Alientrick.
Auch eine Sequenz mit diversen Skorpionen in einem Hotelzimmer funktioniert sehr schön. Das Finale ist auch sehr hübsch, bemüht sich aber nicht mehr, eventuelle Folgen auszumalen, sondern entlässt den Zuschauer ähnlich Carpenter in "Sie leben" mit reichlich Spekulationen über die weiteren Geschehnisse.

Es hätte zwar nicht Sheens Namen gebraucht, aber sein Sympathieplus macht den Film noch wertvoller, als die althergebrachte Story es sonst hätte bewerkstelligen können. Ein schöner kleiner SF-Schocker für zwischendurch. (6,5/10)

Details
Ähnliche Filme