Radio-Astronom Zane Zaminski und sein Kollege Calvin lauschen im Auftrag des SETI-Instituts ins All und empfangen in ihrer kleinen Butze ein Signal, das nicht menschlichen Ursprungs zu sein scheint. Als Zane daraufhin mit dieser sensationellen Endeckung bei seinem Vorgesetzten Phil Gordian vorstellig wird, wird er zu seinem eigenen Erstaunen von diesem unter der Vorschiebung höchst fadenscheiniger Gründe gefeuert. Anstatt die Sache auf sich beruhen zu lassen, geht Zane in der Folgezeit auf eigene Faust diesem ersten Hinweis auf die Existenz außerirdischen Lebens nach... was ihn schließlich zu einem kleinen, mexikanischen Lokal-Radiosender führt, der auf derselben Frequenz sendet wie das besagte Signal. Da Calvin zwischenzeitlich unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, macht sich Zane alleine nach Mexiko auf und trifft dort auf die Klima-Forscherin Ilana Green, die vor Ort einer unerklärlichen Erderwärmung nachgeht, die Prognosen zufolge dafür sorgen wird, dass die Temperatur auf dem Planeten innerhalb der nächsten zehn Jahre um satte zwölf Grad ansteigt. Als er sich in ein abgeriegeltes Kraftwerk schleicht, kommt Zane schließlich dahinter, dass die Aliens schon längst auf der Erde gelandet sind und heimlich Terraforming betreiben, indem sie kräftig Treibhausgase in die Atmosphäre pusten, um das Klima des Planeten ihren Bedürfnissen anzupassen... Okay, auch wenn hier keine Großstädte in spektakulären Effekt-Sequenzen dem Erdboden gleichgemacht werden und man darum gegenüber einem "Independence Day" an der Kinokasse den Kürzeren gezogen hat, so ist der in altgedienter 50er-Jahre-B-Movie-Manier daherkommende "The Arrival - Die Ankunft" dennoch der wesentlich intelligentere und bessere Alien-Invasions-Streifen von 1996 gewesen, der es anders als der besagte Roland Emmerich-Blockbuster verstanden hat, statt ausschließlich mit oberflächlichen Schauwerten auch mit inhaltlicher Substanz zu überzeugen. Schade, dass das Ganze nicht auch ein ähnlicher Erfolg geworden ist, denn eigentlich hätte man ja doch angenommen, dass der von David Twohy grundsolide inszenierte und mit einer typischen Mystery- und Verschwörungs-Storyline daherkommende Science-Fiction-Film inmitten des "Akte X"-Booms beim Publikum auf fruchtbaren Boden fallen würde, aber dem war leider nicht so. Aufgrund der präsentierten Vision einer unterwanderten Gesellschaft, bei der die Außerirdischen im Hintergrund schalten und walten, outet sich "The Arrival - Die Ankunft" zudem als Bruder im Geiste von John Carpenters "Sie Leben!", entwickelt sein Szenario jedoch auf eine wesentlich plausiblere Art und Weise als dieser. Twohy, der bereits 1991 mit "Timescape" einen ersten Grundstein für eine Regie-Karriere im Genre-Bereich gelegt hat, beweist hiermit erneut, dass es ihm mehr auf Ideen und smarte Spannungsmache denn auf übertriebenen F/X-Bombast ankommt... eine inszenatorische Herangehensweise, die auch seinen nachfolgenden Beiträgen mit deutlicher Horror-Kante "Pitch Black - Planet der Finsternis" und "Below - Da unten hört dich niemand schreien" gut zu Gesicht gestanden hat. Die hier zum Einsatz gekommenen Mitt-90er-CGIs sind dann auch deutlich schlechter gealtert als alles andere an "The Arrival - Die Ankunft", der mit Charlie Sheen - hier nicht mehr im "Hot Shots"-Blödelmodus, sondern zur Gänze committed und durchaus nuanciert - in der Hauptrolle tatsächlich besser besetzt ist als gedacht, denn immerhin schafft dieser es alleine durch seine Performance einen Paranoia-Plot zu erden, an dessen Glaubwürdigkeit man ansonsten doch so einige Zweifel anmelden könnte... und der da mit seinem warnenden Fingerzeig in Richtung der globalen Erwärmung dann doch sogar ein wenig seiner Zeit voraus gewesen ist, denn sogar Roland Emmerich selbst hat da nochmal acht Jahre gebraucht, um mit seinem eigenen "The Day After Tomorrow" nachzuziehen. So lohnt es sich dann auch heutzutage noch eher, dieses seit jeher unter dem Radar geflogene Filmchen, das sich zwischenzeitlich ja mindestens mal 'nen Ruf als Genre-Kleinod (wenn nicht gar -Klassiker!) hätte erarbeiten müssen, wieder- bzw. erst mal neu für sich zu entdecken. Ach ja, übrigens, nur um allen Möchtegern-Cineasten nochmal kräftig vors Schienbein zu treten: Im direkten Vergleich zu seinem überschätzten Namensvetter jüngeren Datums mit Drecks-Message, Denis Villeneuves selbstbesoffenem und ultra-langweiligem "Arrival" von 2016, ist David Twohys "The Arrival - Die Ankunft" sehr viel charmanter, weniger prätentiös und nicht gänzlich inhaltsleer... und diesem damit ergo bei Weitem vorzuziehen!
8/10