Review

„Coyote Run“ erweist sich als äußerst lahmes und schwaches Stück B-Action, das zu keiner Zeit Spannung aufkommen lässt.
Pershing Quinn (Michael Pare) ist zwar Hilfssheriff in seinem Dorf, man nennt ihn jedoch nur den Säufer. Er ist dauernd rallevoll, reagiert aggressiv und einer seiner besten Freunde ist der örtliche Pilot, der immer wieder im Knast sitzt, wenn er mit seiner Maschine auf der Hauptstraße landet oder ähnliche Mätzchen macht. Der Film beginnt extrem seltsam, denn man kann sich eigentlich nicht wirklich dazu durchringen den Helden zu mögen.
Just an dem Morgen, an dem Pershing mal wieder seinen Dienst immer mehr und minder schwer alkoholisierten Zustand verrichtet, kreuzt auch der Gangster Bosco (Peter Greene) mit seiner Truppe auf und nietet eine Horde Rivalen um, was Pershing spitzkriegt, jedoch nicht verhindern kann. Trotz einer kleinen Menge Geballer kann „Coyote Run“ auch hier nicht punkten, denn die Szene bietet keine wirklich gute Action, erzeugt aber auch keine echte Stimmung.

Pershing erkennt den flüchtenden Bosco allerdings wieder und nimmt sofort die Verfolgung in die Stadt auf, da er den Gangster noch aus der Vergangenheit kennt und eine Rechung mit ihm offen hat. Die Suche gestaltet sich jedoch als schwierig und Pershings einzige Hilfe ist die Stripperin Seira (Macha Grenon)...
„Coyote Run“ hat selbst für B-Actionverhältnisse eine sehr dürftige Handlung, die ziemlich lustlos heruntergespult wird. Es reihen sich immer wieder kurze Zusammenstöße zwischen Pershing und den Fieslingen aneinander, die von der Behelfsstory wenig prickelnd verbunden werden. Spannung kommt da keine auf und einen richtigen Drive hat die Handlung nicht; stattdessen wird hier wirklich nur die Pseudostory runtergespult. Von der Regie her ist der Film auch eher mäßig gemacht; von der Tatsache, dass man das Mini-Budget an allen Ecken und Enden sieht mal ganz zu schweigen.
Das schlimmste sind jedoch die Charaktere. Die Motivation der Figuren ist selten nachvollziehbar und schien teilweise selbst dem Drehbuchautoren nicht ganz klar ist. Andauernd wird gelogen und die Meinung gewechselt ohne dass man weiß, was die Leute eigentlich genau wollen. Die Macken der Charaktere (z.B. die Gangster mit Mutter-Komplex) sind eher nervig als komisch, eigentlich sind alle der Hackfressen unsympathisch und die Figuren strunzdumm. So fällt nahezu jeder Fiesling auf vorgetäuschte Anmachversuche Seiras rein, um kurz darauf von Pershing nieder geballert zu werden.

Leider kann die Action den Film auch nicht mehr wirklich retten. Ein paar kleine Stunts, die jedoch nichts Besonderes sind und zudem schlecht in die Story eingebaut (Stichwort: Flugzeugzusammenstoß), und etwas Geballer. Jedoch sind die Shoot-Outs meist nur kurz, unübersichtlich und schlecht inszeniert; lediglich einige Schießereien am Ende sind relativ nett geraten und können den Film qualitativ geringfügig anheben.
Michael Pare agiert alles in allem ziemlich schwach und kann nicht überzeugen; teilweise wirkt er als versoffener Penner sogar unfreiwillig komisch. Macha Grenon hat null Ausstrahlung und auch die Nebendarsteller sind ziemlich mau. Lediglich Peter Greene ist etwas besser, aber bestenfalls als annehmbar zu bezeichnen.

Lahme B-Action mit sehr schwacher B-Action. Trotz etwas überzeugendem Geballer kann man bei „Coyote Run“ nur sagen: Hier ist der Hund verfroren!

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