Mit "Mother" liefert Regisseur Bong Joon-ho (The Host) einen bemerkenswerten und sehr eindrucksvollen Film ab. Es handelt sich um einen ruhigen Film aus Südkorea. Die Mischnung aus Drama und Thriller, erinnert an den sehr guten "Memories of Murder" der auch die eher leisen Töne anschlug. Der Film behandelt das Innere der Mutter, ihre Psyche und zeigt wie aus einer Person die voller Schuldgefühle gegenüber ihres etwas zurückgebliebenen Sohn ist, zu einem Monster wird. Der Film lebt vor allem von den beiden Hauptdarstellern des Films. Da wäre die Mutter, wunderbar und beeindruckend von Hye-ja Kim dargestellt, die Dreh- und Angelpunkt des ganzen Strefen ist und von ihrem Sohn Yoon Do-joon genial gespielt von Bin Won (The Man from Nowhere). Dieser sitzt zu unrecht im Gefängsnis findet die Mutter. Er soll ein Mädchn getötet haben. Die macht sich nun auf die Suche nach der Wahrheit und um den wahren Mörder zu finden. Im Film selber spürt man zu jederzeit eine beklemmende Atmosphäre. Dazu noch die wirklich tollen Bilder die die Kamera einfängt und die sehr realistischen Charactere und das alles kombiniert mit einer sehr guten und glaubhaften Geschichte, machen den Film zu einem Cineastischen Meisterwerk. Mal ist man völlig fasziniert von dem gezeigten um ihm nächsten Augenblich wieder schockiert zu sein, bevor man dann wieder überrascht wird von den Ereignissen. Man ist sich nie sicher ob Do-joon vieleicht doch was mit dem Mord an dem Mädchen zu tun hat oder ob er wirklich nur als Bauernopfer dient. Aber je näher man der Lösung des Falls kommt, merkt man aber auch das die Mutter nicht wegen ihres Gerechtigkeitsgefühl, nach der Wahrheit sucht, sondern das alles mit der Vergangenheit zusammen hängt und den verdrängten Schuldgefühlen die sie gegenüber über ihren Sohn hat. Der Spannungsbogen wird immer hoch gehalten und trotz der ruhigen Erzählweise, vergehen die knapp 2 Stunden sehr schnell. Ein Streifen der mich zutiefst beeindruckt hat und ganz großes Kino aus Südkorea ist.