Jack Hunter hatte einen weiteren Hinweis auf das gesuchte Relikt, welches nach Professor Shaffer der zweite Teil einer antiken Wunderwaffe ist und in einem Schrein aufbewahrt wurde, gefunden. Die Spur führt ihn, Nadia Ramadan und ihren Fahrer Tariq in die Türkei. Der Antiquitätenhändler Armen Antaki hat den Schrein in den 70er Jahren an einen privaten Sammler verkauft, doch erneut ist Hunters Erzfeind Albert Littmann schneller und tötet den Händler, nachdem er die Information erhalten hat. Gemeinsam mit Fuad, dem Sohn des Antiquitätenhändlers, machen sich Jack und seine Freunde auf die Suche nach dem Schrein.
Willkommen zum dritten und letzten Teil der Abenteuer Miniseie um den smarten Indiana Jones im Westentaschenformat Jack Hunter. Und wäre dies nicht das Finale, wäre ich spätestens nach diesem Teil ausgestiegen, denn was eigentlich der Höhepunkt einer jeden Trilogie sein sollte, ist hier leider das genau Gegenteil. Waren die vorherigen Filme schon eher laue Lüftchen im Wüstensand, die aber zumindest ein Fitzelchen Indy Flair verbreiten konnten, gibts beim Zepter des Lichts nun gar nichts mehr das Adventure Feeling verbreitet.
Hier drehte man einfach den Spieß aus dem zweiten um und stellte dem guten Jack einen Nebenbuhler zur Seite, der ebenfalls um die olle Nadia wirbt, was erneut endlose Perlen an Dialogketten der schwülstigen Sorte nach sich zieht. Darunter leidet merklich dann das, weswegen man sich so eine Schatzsucherplotte gemeinhin ansieht. Zwar wird wieder Schnitzeljagdähnlich von Hinweis zu Hinweis gehangelt, aber der Actionanteil wurde nochmals nach unten gefahren. So gibts zwar anfangs noch eine stümperhaft versemmelte Festnahme Littmanns, zwischendurch noch eine geht so Autoverfolgungsjagd, aber besonders der vermeintliche Showdown kann hier gar nicht glänzen. Viel mehr Zeit wird mit dieser achso interessanten Dreiecks Love Story verplempert, obwohl jeder Zuschauer bereits nach dem ersten Teil weiß, das letzten Endes Jack und Nadia Bussis austauschen.
Ebenfalls noch nerviger wie gewohnt ist der pseudo lustige Fahrer Tariq, dessen dümmlich feiges Gehabe noch in keinem der Filme auch nur ansatzweise lustig war. Die dahinterliegenden darstellerischen Leistung sind gewohnte Schmalkost. Die Requisiten sehen immer noch aus, wie frisch aus dem Kaugummiautomaten gezogen und die Krönung ist natürlich die Tatsache das kein Mensch von der Sonnenfinsternis gewußt hat, die im allerletzten Moment die Helden vor der antiken Superwaffe gerettet hat, Mann, alles Profis hier. Das Schatzsucheprinzip ist zwar weitgehend unverwüstlich, aber die Jack Hunter Reihe lotet das Thema an der unteren Ebene aus, da ist mir die vergleichbare Quest Reihe wesentlich lieber.
3/10