Review

Es ist wieder Weihnachten und da John McClane (Bruce Willis) ein traditionsbewusster Mensch ist, mischt er mal wieder ein paar Terroristen / Gangster / Bösewichte auf. Schauplatz dieses Mal: ein Flughafen…

„Dieselbe Scheiße passiert demselben Kerl zum zweiten Mal!“

ACHTUNG: KANN SPUREN VON SPOILERN UND SCHWEINEBACKEN ENTHALTEN!

STIRB LANGSAM 2 aka DIE HARDER – nicht ganz so super bombastisch wie der glorreiche erste Teil, dennoch ein furioser Actionthriller vom Regisseur von CLIFFHANGER, TÖDLICHE WEIHNACHTEN und DEEP BLUE SEA. Mehr noch: ein absoluter Klassiker in Sachen One-Man-Action.
Am verschneiten Weihnachtsabend wartet der sarkastische, doch irgendwie liebenswerte New Yorker Bulle John McClane darauf, dass das Passagierflugzeug mit seiner Frau Holly an Bord landet, als plötzlich Terroristen den Flughafen in ihre Gewalt bringen. Die bösen Buben wollen den ebenfalls im Landeanflug befindlichen Südamerikanischen Diktator und Drogenbaron Coronel Esperanza (gespielt von Franco Nero, „Django“ himself) vor der Amerikanischen Justiz retten und seine Auslieferung verhindern. Sie knipsen dem Airport die Lichter aus und lassen einen Flieger auf dem Boden zerschellen – ziemlich mies! McClanes Gegenspieler (William Sadler, RITTER DER DÄMONEN) ist ein abtrünniger, stocksteifer Armeeheini, der vorm Fernseher nackt Karateübungen macht. Dieser schart Elitesöldner um sich, die entweder mit Porzellanpistolen Marke „Glock 7“ [Gibt’s so was wirklich?] oder mit Platzpatronen ballern.

„Auf was reagieren ihre Detektoren zuerst: Auf die Scheiße im Gehirn oder das Blei im Hintern?“

Die wandelnde Ein-Mann-Armee lässt sich nicht lumpen, sondern mischt schnell tatkräftig mit, klettert wieder auf Fahrstühlen und in Lüftungsschächten herum und knallt die Schurken in Zeitlupe und alter John Woo-Manier schön blutig über den Jordan. Ein Trottel bekommt 'nen Eiszapfen ins Auge, ein anderer wird von der Turbine aufgesaugt. Selbst der T-1000 zieht da den Kürzeren. Sogar beim fluchtartigen Entkommen via Schleudersitz hat McClane noch einen flotten Spruch parat. Hinderlich ist wie immer ein fetter, cholerischer, dilettantischer Polizeichef, der McClanes Sicht der Dinge gar nicht teilt: „Der kommt aus Los Angeles – ein Besserwisser!“ Während sich John am Boden abmüht, wird über den Wolken auch Gattin Holly aktiv, die mit dem sensationsgeilen Reporter festhängt, dem sie im Finale von Teil 1 zwei Zähne ausgeschlagen hatte. Sie schockt den Schmierfinken mit einem Elektroschocker, was für die Handlung eigentlich relativ unbedeutend ist. Indessen jagt John die Fluchtmaschine der Bösewichte in die Luft, sodass die übrigen Flugzeuge sich an den brennenden Kadavern der Terroristen orientieren und sicher landen können – Happy End.

Bodycount (geschätzt): 265 (wegen dem vollbeladenem Absturzflugzeug)

„Auf dem Flughafen? Na hoffentlich pinkelst du da nicht in 'nen fremden Pool!“
– „So ist es. Und frisch gechlort wird nicht.“

Fazit:
Schweinebacke, die Zweite. Oft unterschätzt, trotzdem ein Klassiker.

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