Wieder eine Zusammenarbeit zwischen Stuart Gordon und Brian Yuzna. Gordon schrieb das Drehbuch und Yuzna führte Regie. Inhalt: Dr. Feinstone ist ein ordentlicher Zahnarzt, hat eine große Praxis, ein großes Haus und eine hübsche Frau. Doch er entdeckt dass seine Frau fremd geht und ab diesem Moment beginnt er durchzudrehen. Er verunstaltet seine Frau, tötet den Liebhaber und sieht überall nur noch Schmutz. Er beginnt blutige Fehler bei seinen Patienten zu begehen und bringt sogar seine Mitarbeiter um, doch die Polizei kommt ihm auf die Schliche. Da schneiden Yuzna und Gordon ein heikles Thema an, denn die meisten Menschen haben einfach Angst vor dem Zahnarzt und deshalb funktioniert der kleine Horrorschocker auch so gut. Vor einem Zahnarzttermin sollte man diesen Film auf jeden Fall meiden. Der Film ist eigentlich ein typischer Amoklauf, nur dass der Amokläufer ein Zahnarzt ist. Nur bis Finestone anfängt zu bohren dauert es ein bisschen und ich finde hier hat sich Yuzna zuviel Zeit gelassen. Hier vertraut er zu stark auf das Psychische Spiel von Corbin Benson, was nicht schlecht ist, aber er hätte den Terror früher starten müssen. Erst wenn die Hälfte ungefähr rum ist, fängt der Spass an, denn dann wird gebohrt und gemordet was das Zeug hält. Vor allem die Nahaufnahmen von zerbohrten Zähnen oder Stiche in die Zunge, können schocken. Oder wenn Feinstone Zähne in Nahaufnahme herausreisst. Bluti ist auch die Szene mit dem Steuerfuzzi, welcher seine gerechte, blutige Strafe erhält. Man erfährt hier was Zahnärzte einem alles antuen können, wenn sie nur wollen. Das Finale ist leider etwas schwach geraten, ich finde es schade dass Feinstone so leicht ganz zum Schluss aufgibt. Da hätte ich mir noch ein bisschen mehr Action gewünscht. Aber Yuzna wollte hier die perfekte Vorlage für Teil 2 schaffen, welcher schon während dem Dreh von Teil 1 in Planung war. Trotzdem hat Yuzna seine Sache gut gemacht, die Story ist halbwegs rasant erzählt und kann natürlich besonders in den Schockmomenten zünden. Das liegt auch an der erfekten Kameraführung und den blutigen und realistischen Make up. Die Zahnarztpraxis gibt eine gute Kulisse für den Schocker ab, vor allem die verschieden gestalteten Zimmer zeigen einfallsreichtum, dazu noch die blutigen Aktionen von Feinstone bei ruhiger Opernmusik, das ergibt das perfekte Bild. Die Musik ist sehr ruhig und klassisch. Hauptdarsteller Corbin Benson ist sehr überzeugend als Dr. Feinstone, er spielt den Psychopaten sehr intensiv und vor allem glaubwürdig. Michale Stadvec, den viele noch als Dr. Silverman aus Terminator kennen spielt den Steuerfachmann, welcher gefoltert wird. Diese rolle passt zu ihm. Insgesamt sehr gute Darsteller für so einen Horrorfilm. Fazit: Hier bekommt man einen näheren Einblick in die blutige Zahnarztarbeit. Gute Schockeffekte, glaubwürdige Darsteller und die Nähe zur Realität machen den Film zu einem kleinen Schocker, den man so schnell nicht vergisst.