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Dr. Alan Feinstone (Corbin Bernsen), ein angesehener Zahnarzt in Beverly Hills, hat einen leichten Tick. Sauber & rein, muss es sein, Schmutz & Dreck, der muss weg. Oder mit seinen eigenen Worten: "I am an instrument of perfection & hygiene, the enemy of decay & corruption. A dentist. And I have a lot of work to do." Sein kleiner Tick artet allerdings völlig aus, als er seine Frau Brooke (Linda Hoffman) in flagranti mit dem ölverschmierten Poolboy erwischt & dies einen veritablen Kurzschluss in seinen Synapsen verursacht. Von Rachegelüsten getrieben fährt er in seine Praxis & das Unheil nimmt seinen Lauf...

"They're dropping like flies", meint eine seiner Assistentinnen trocken, als sich die unangenehmen Zwischenfälle häufen, welche bald gar wahnwitzige Auswüchse annehmen. Mal jagt der irre Doc die Nadel einer Spritze seeeehr tief ins Zahnfleisch, mal bearbeitet er eine lästige Zunge mit dem Bohrer, mal zerbohrt er gleich einen ganzen Zahn. Sehr praktisch sind auch der Mund-Aufspreizer & das Betäubungsgas. Die überdimensionale Gebiss-Attrappe stammt von Kevin Yagher. Ein cooles Teil!

So garstig & sadistisch gewisse Szenen auch sind, ich empfand das alles einen Tick zu drüber, als dass ich es ernst nehmen könnte, was zu einem guten Teil auch an Corbin Bernsens wunderbar abgedrehtem Ich-bin-sowas-von-neben-der-Spur-&-es-ist-mir-scheißegal-Spiel liegt. Der Mann gibt seinem Feinstein so dermaßen Zucker, dass ich ob des grotesk-komisches Vibes immer wieder grinsen musste. Ken Foree spielt einen Polizisten, Stuart Gordon schrieb am Drehbuch mit, die Musik steuerte Alan Howarth bei & die Regie übernahm Brian Yuzna. Ich mag diesen Mad-Doctor-Slasher, auch wenn Dr. Feinstone gegen seinen Kollegen Dr. Giggles nicht ganz ankommt.

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