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Von Brian Yuzna ist man eigentlich Anspruchs- und Phantasievolleres gewohnt. Nun gut, es ist gar keine so üble Idee, einen zunehmend größenwansinniger und paranoider werdenden Dentisten als Psychokiller auf Mordtour zu schicken, zumal bekanntermaßen viele Menschen Angst vor dem Zahnarzt haben. Doch der penible Onkel Doktor, der wahllos Patienten und Helferinnen liquidiert, weil sie nicht in sein moralisch verdrehtes Weltbild passen, bleibt nur eine Karrikatur eines Irren und kommt einem fast vor wie ein Stepfather für die Armen. Der ironisch gemeinte Slasherfilm, phasenweise beinahe mehr ein Eifersuchtsrdrama oder besser noch eine Eifersuchtsgroteske, wirkt außerdem ziemlich verschlafen, ganz so als hätten Yuzna und die Drehbuchautoren gelegentlich mal am betäubenden Lachgas geschnüffelt. Nicht zuletzt hätten noch viel mehr Zähne gebohrt und zertrümmert werden können.
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Ich bin maßlos enttäuscht von diesem Film! Jeder, der Splatter und Horror erwartet, wird nur in der geringsten Art und Weise bedient (fast ein 16er-Rating). Den Horror, den der Regisseur mit den extravaganten Zahnbehandlungen erzeugen wollte, schlägt wegen niveauloser Einfallslosigkeit total fehl. Irgendwann war ich total gelangweilt und sehnte mich danach, dass dieser psychopathische Dentist endlich gestoppt wird. Das Ende war von Anfang an klar ... toller Gag und total verschenkt. Die dünne Geschichte hätte mit ein paar Litern Kunstblut besser erzählt werden können. So, kommen nicht einmal die Gorehounds auf ihre Kosten - allen anderen ist das Teil eh zu langweilig - weil null Story gezeigt wird. Es gibt auch noch einen zweiten Teil - ich fasse dies kaum. Es ist wirklich so - der Film ist ein Nepper-Schlepper-Bauernfänger-Film, der den Splatterfan in Hoffnung lässt, um ihn dann gnadenlos zu enttäuschen. Ehrlich ... kein Witz, glaubt´s endlich!!!