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"Air Panic" ist ein solider Thriller mit ordentlichen Hauptdarstellern, der leider am 11.09.2001 von der Realität eingeholt wurde, was wohl der Grund dafür war, dass er nicht im Kino veröffentlicht wurde.

Ein psychopathischer Computer-Hacker (Alexander Enberg) bringt Passagierflugzeuge unter seine Kontrolle, um sie dann abstürzen zu lassen. Als ein drittes Flugzeug in ein Hochhaus in Denver einschlägt, versucht FAA-Mann Neil (Rodney Rowland) fieberhaft den nächsten Flug ausfindig zu machen, der auf der Liste des Hackers steht. Tatsächlich kann Neil die Maschine finden und schafft es noch kurz vor Start an Bord, als der Hacker die Kontrolle über das Flugzeug übernimmt und es geradewegs auf ein Atomkraftwerk steuert. Gemeinsam mit der Flugbegleiterin Josie (Kristanna Loken) setzt Neil nun alles daran, die in Panik geratenen Passagiere zu beruhigen und zu retten...

Rodney Rowland (The 6th Day) spielt hier seinen Part recht gut und gibt einen smarten Helden ab, der auch ein wenig an Jack Bauer aus der TV-Serie "24" erinnert. Ebenfalls zufrieden stellend macht Kristanna Loken (Terminator 3) ihren Job als sexy Saftschubse. Leider hat man bei dem Schurken Bockmist gebaut. Denn der stellt sich als entstellter Klischee-Bösewicht heraus, der sich für was Besonderes hält und es darum allen zeigen will. Wirklich neu ist das nicht und Alexander Enberg (Hart auf Sendung) verkörpert den durchgeknallten Hacker arg übertrieben. Hier wäre ein etwas intelligenterer Schurke a'la Hans Gruber besser gewesen. Denn Cain ist nicht wahrlich klug, da er ununterbrochen seine Visage am Bordmonitor und Neils Laptop zeigt, womit man seine Identität schnell rausgefunden hat.

Die Action geht in Ordnung, auch wenn man an einigen Stellen deutlich sehen kann, dass der Rechner zur Hilfe genommen wurde. Dennoch schafft es "Air Panic" mit einfachen Mitteln Spannung zu erzeugen und im Finale gibt es sogar eine nett getrickste Explosion, wo dann auch der Rest von Cain geröstet wird. Jedoch nervt der Quoten-Neger unter den Passagieren mit seinem debilen Gelaber und nimmt dem Film etwas an Glaubwürdigkeit. Ok, die Story an sich wirkt eh nicht allzu glaubwürdig, doch Regisseur Bob Misiorowski (Shark Attack) setzt das Ganze solide in Szene, so dass kaum Langeweile aufkommt. Etwas billig wirkt der SWAT-Einsatz vor Cains vermeintlichem Versteck, wo dann auch gleich ein FAA-Kollege von Neil weggebombt wird. Das hätte man dann auch besser machen können, zumal man die SWAT-Typen mit russischen AK-47's statt mit den üblichen MP-5's oder M4-Gewehren rumballern lässt. Dementsprechend unglaubwürdig und idiotisch stellen die Männer sich dann auch an. Zudem wirkt die SWAT-Szene allzu gewollt und stört ein wenig den Handlungsverlauf des Films.

Im Endeffekt ist "Air Panic" ein durchschnittlicher, aber größtenteils spannender Thriller mit einer netten Kristanna Loken und passablen Effekten.

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