Review

Prust!
Was war das denn?
Aus der hintersten Ecke des Monsterkuriositätenkabinett wankt hier eine vollends bekloppte Idee ans Licht. Bei Hafenausschachtungen auf einer Südseeinsel (oho!), bei der winzige Sprengladungen ein bißchen Wasser am güldenen Strand aufscheuchen, bricht man einen polaren unterirdischen Fluß auf (aha!). Und was liegt da schön adrett nebeneinander: ein Raubsaurier (a la Tyranno Rex), ein Brontosaurier und einen Höhlenmenschen treibts auch an Land (johö!).
Bums, da kommt auch schon ein warmer tropischer Regen und taut das Trio flugs auf, während ein laues Lüftchen die Stromversorgung flöten gehen läßt.
Der knackige Bauleiter, eine hübsche Dame, das unvermeidliche Bronto-Fan-Blag und ein dicklicher Bösling labern den Film dann restlings voll, während der Bronto an der Vegetation rumkaut, der Raubsaurier auf die Kacke haut und Mr.Neandertal (now in the Southern Sea!) für ein paar Komikeinlagen in einem modernen Haushalt sorgt. Die Szene, in der er (im Off) erschreckende Bekanntschaft mit einer Wasserspülung macht, ist sogar einen (1) Lacher wert.

Abgesehen vom Fehlen jeglicher Spannung ist der Streifen jämmerlich von Irwin Yeaworth und seinem Inkompetenzteam getrickst. Die Saurier sehen aus wie glasiertes Knetgummi (was sie wohl auch waren) und bewegen sich schlechter als die Jungs aus der Augsburger Puppenkiste. Dazu kommt erhöhter Einsatz von unglaublich schwachen Rückprojektionen aus dem Hause Laienspiel und Co.

Am Ende versinkt Bronto im Sumpf und der Bauleiter kippt den Tyranno per Bagger ins Meer, wo er prompt den Löffel abgibt.
Vierjährige werden ihre helle Freude haben, falls Papa „Jurassic Park“ immer noch nicht als DVD gekauft hat, das gar schröckliche Fragezeichen hinter dem finalen End konnte jedoch zum Glück in ein Ausrufezeichen verwandelt werden. Ab auf den Kompost damit. (1/10)

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