Alle Kurzkommentare


7

Es ist von großem Vorteil, dass die kleinen Ungeheuer lange Zeit unsichtbar bleiben, denn sie sehen einfach zu knuffig aus. Sie sind so niedlich, dass ich glatt eines von ihnen als Haustier haben möchte. Die per Stop Motion ruckelig animierten oder als Puppen durch die Luft geworfenen Gehirnfresser können als die Großväter des singenden Parasiten ELMER betrachtet werden und gehören sogar noch zu den originelleren Monsterkreationen jener Zeit. Zur Abwechslung kommen die Biester mal nicht aus dem All und sind allenfalls indirekt das Produkt von Radioaktivität. Nachdem sie sich lange Zeit nur durch unheimliche Laute ankündigen und bemerkbar machen, was grundsätzlich immer der Spannung zugute kommt, oder beim Anpirschen an ihre Opfer Gegenstände umschmeißen, was ganz witzig umgesetzt wurde, sorgen sie im Finale für unterhaltsamen Rabatz, der für damalige Verhältnisse überraschend blutrünstig ausfällt.

7

Bei „Ungeheuer ohne Gesicht“ handelt es sich um einen großartigen britischen Beitrag zum Science-Fiction-Horror aus dem Jahre 1958. Eine vollkommen hanebüchene Geschichte um Gedankenmaterialisierung und „Kopfvampire“, versehen mit einer Nebenhandlung um Kernkraft, Militär, eine Dorfbevölkerung und die damit einhergehenden Interessenkonflikte und veredelt mit aberwitzigen Kreaturen, die zudem auch noch liebevoll und aufwändig animiert wurden, sowie frühem Splatter. Fantastisch! Sozusagen ein Film mit Biss, Hirn und Rückgrat. Hochgradig unterhaltsames Fest für Freunde des gepflegten 50er-Sci-Fi-Trashs!

Kritik verlinken oder schreiben
Details
Ähnliche Filme