Ein Sequel hat immer die große Bürde, sich mit seinem Vorgänger messen lassen zu müssen. Im Jahre 1999 schuf Regisseur Troy Duffy mit seinem Erstlingswerk "Der blutige Pfad Gottes" einen Meilenstein des Actionkinos, der in Insiderkreisen schnell zum Kultfilm avancierte. Etwa zehn Jahre danach kommt nun der zweite Teil der Geschichte um die MacManus-Brüder, der das Publikum nun aber nicht mehr so faszinieren kann, wie sein Vorgänger. Zwar übernahm Duffy erneut die Regie und auch der größte Teil der Darstellergarde konnte für die Fortsetzung gewonnen werden, aber die Leinwandpräsenz eines Willem Dafoe (nur noch in einer kleinen Nebenrolle zu sehen), der im ersten Teil als schwuler Inspektor restlos zu überzeugen wusste, fehlt einfach. Die Art und Weise der Erzählung knüpft nahtlos an den Vorgänger an, ohne den Stil dabei jedoch so konsequent beizubehalten. Auch "Der blutige Pfad Gottes 2" ist ein routiniert inszenierter Actionthriller, der sich vom hollywoodtypischen Genrebrei wohltuend abhebt. Einige schöne in die Handlung integrierte Filmzitate und die tolle Abschlussüberraschung können dennoch nicht verhindern, dass Troy Duffy nicht an die Qualität seines Erstlings anknüpfen kann. Außerdem lässt der Schluss ganz klar einen dritten Teil erahnen... Vielleicht gelingt es dann ja, die Qualität wieder ein wenig zu steigern. Man darf gespannt sein ...