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Beim Raubzug verliert ein armer Künstler sein linkes Auge und wird fortan von einem unstillbaren Hass auf Frauen geplagt. So zieht er nicht nur los, um diverse Damen zu ermorden, sondern schneidet ihnen auch jedes Mal die Augen raus.

Der französische Klassiker "Augen ohne Gesicht" stand nicht nur beim Titel eindeutig Pate. Herausgekommen ist eine durchaus gelungene Variante dessen, was man wohl als Avantgarde-Splatter bezeichnen könnte: Die beunruhigende Experimental-Mucke peitscht und treibt, die teilweise spinnerten Bilder bringen den Wahnsinn des manischen Killers richtig schön zum Ausdruck. Da macht es auch nichts aus, dass der Film mit einem absoluten Micro-Budget gedreht wurde.

Der Big Apple ist die perfekte Kulisse für den Killing Spree und so ist es nicht nur eine Dame, die ins Gras beißen muss. Die Morde sind überaus blutig und exzessiv für die damalige Zeit inszeniert worden. Der schwedische Schauspieler Bo Brundin ist alles andere als fehlbesetzt in der Rolle des Maniacs. Regisseur Kent Bateman ist der Vater von Hollywoodstar Jason Bateman ("Kill the Boss"). Pornolegende Henry Pachard produzierte diesen herrlichen verrückten Psycho-Slasher.

Denn "Headless Eyes" ist psychotronisches Kino in Hochform und eine verschollene Perle, die sich überaus lohnt, mal wieder ans Tageslicht befördert zu werden. Der Film ist selten langweilig und fesselnd genug, um für unterhaltsame 75 Minuten zu sorgen. Kunst trifft auf Splatter trifft auf Wahnsinn - bei "Headless Eyes" hat man alle Komponenten gekonnt auf einen Nenner gebracht.

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