Nachdem ein russischer Killer auf brutalste Weise die Pläne eines Atomreaktors in seinen Besitz gebracht hat, wird CIA-Agent Jefferson in die USA zurückbeordert. Er und seine Terrorspezialistin Britta sollen das Schlimmste verhindern. Einen nuklearen Anschlag auf dem Gebiet der USA, der verheerende Folgen hätte. Mit einer rasch zusammengestellten Anti-Terror-Brigade gelingt es Jefferson und Britta, das Camp der Gegner zu finden. Im Schutz der Dunkelheit dringen sie in das Lager ein. Doch die nukleare Zeitbombe tickt schon. Und so beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Willkommen in Absurdistan. Manchmal muß man sich ernsthaft fragen, was sich die deutschen Verleihfirmen nach dem Mittagskoks so denken und Dung wie diesen hier auf das unvorbereitete Publikum schleudern, wo doch noch haufenweise gute oder zumindest bessere Sachen in Germany auf ihre Veröffentlichung harren.
Um eins gleich vorauszuschicken, der Film flog bei mir zur Halbzeit aus dem Player und ohne Zwischenstop direkt in die Abfalltonne. Ich habs wirklich versucht, aber dieser dilettantische Mumpitz war eindeutig stärker, als meine Leidensfähigkeit. Ich weiß gar nicht wo ich meine Kritik ansetzen soll, denn jeder Punkt den man ansprechen könnte, wird von den Filmemachern souverän und mit Anlauf versemmelt. Ich würds mal grob als den K(r)ampf der Unbekannten, Untalentierten und vor allem Unattraktiven bezeichnen.
Das Die Darsteller bestenfalls aus einer Laienspielschar bestehen, ist dabei ja beinahe zwangsläufig, immerhin haben sie eine entsprechende Synchro bekommen, gleich und gleich (schlecht) gesellt sich ja gern. Die nächste Überraschung kommt, wenn plötzlich zwei Typen ungefragt in den Film mit Off Kommentaren reinquasseln. Dies begleitet uns den ganzen Film über und stellt sich als komödiantisches MST3K-mäßiges Zwiegespräch zwischen Regisseur und Cutter heraus, ist teilweise sogar ganz amüsant und meiner Meinung nach als der singuläre kleine Höhepunkt des ganzen Dramas (ok zusammen mit dem in die Tonne treten natürlich) herauskristallisiert.
Machen wir doch mit dem Score weiter, dieser ist omnipotent und fidelt selbst dann spannungsheischende Klänge ein, wenn nur irgendein Typ friedlich auf der Straße fährt, paßt hervorragend. Lustig sind auch immer wieder diverse Waffeneinsätze. Die Spielzeugknarren sehen lächerlich aus, haben kein Mündungsfeuer, die Darsteller halten sie einfach irgendwo hin und von der Tonspur kommen Schußgeräusche, die sogar dann noch laufen wenn die Waffe längst wieder weggesteckt wurde. Ja, so haben wir das auf dem Schulhof damals auch immer gemacht, nur hat uns niemand eine Gage dafür bezahlt. Aber Geld floß hier ja auch kaum, was sich die Produzenten eben so mal stümperhaft aus dem Geldbeutel geschüttelt haben.
Falls ich vergessen haben sollte über irgendwas zu meckern, gilt die Grundregel, alles Mist hier. Seine Zeit kann man deutlich sinnvoller verbringen, vielleicht alten Damen über die Straße helfen, oder sowas. Die Dialoge sind schlicht grausam und die Story ist in etwa so spannend und unterhaltsam wie zwei Tage Dauerhornhauthobeln. Nicht mal als Trashgranate oder im Vollsuff zu gebrauchen.
1/10