Review

Inhalt:

Ein sexgeiler Serienkiller hält die Stadt in Atem. Zwei durchgeknallte Brutalo-Cops können den Bastard zur Strecke bringen. Doch die Ruhe hält nicht lange. Eine irre Satanssekte begeht einen rituellen Babymord um den Toten wiederzuerwecken. Prompt kehrt dieser als irrer Killer-Zombie zurück und mit seinem Riesendödel begattet er alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Kommentar:
Amateur-Splatter-Zombie-Gore-Sexploitation-Augenkrebs-Schmarren. So kann man wohl zusammenfassen, was Todd Tjersland und Matt Jaissle da anno 1997 liebevoll aus dem Hut gezaubert haben. ‚The Necro Files‘ ist nicht die erste Zusammenarbeit der beiden. Vormals haben sie bereits mit den Underground-Streifen ‚Back from hell‘ und ‚Dead City‘ (Amateur-)Filmerfahrung gesammelt.
 Im Vergleich zu diesen Vorgängern packt ‚The necro files‘ eine ordentliche Schippe drauf und profitiert eindeutig vom Charme seiner Amateurhaftigkeit und, mehr noch, von der Freiheit, im Amateurbereich alles machen zu können ohne Auflagen erfüllen zu müssen. So zeigt uns ‚The Necro Files‘ eine Mischung aus derbem Trash, wildem Trash und total durchgeknalltem Trash.
 Es geht um einen Zombie und seinen Riesenschwanz, um Vergewaltigung und Verstümmelung, um Ausweidung und noch mehr Vergewaltigung. Nebenbei geben sich bekloppte Satanisten, fliegende Zombiebabypuppen, aufblasbare Sexpuppen und drogensüchtige Großstadt-Cops mit Fäkal-Tourette die Ehre. All das ist so überdimensional überstilisiert, dass man den durchgeknallten Wahnsinnstrip fast schon als Comedy bezeichnen kann.
 Waschechter Trash ist der Amateurstreifen auf jeden Fall, gleichwohl zeigt er sich durch stilisierte Polizeigewalt, einen Baby(puppen)mord und die Unmengen an sexueller Gewalt als Konvolut der Tabus. Nicht zuletzt dadurch hat er in Fankreisen regelrechten Kultstatus erlangt. Kein Wunder, dank seines sexgeilen Superzombies mit XXL-Dödel hat das Machwerk einen ganz eigenen Charme. Die krude Machart erinnert an Peter Jacksons Erstling und die guten alten Amateur-Streifen von Andreas Schnaas, Heiko Fipper oder Olaf Ittenbach. Mit dem Zombaby findet sich ein Verweis zu Peter Jacksons 'Braindead' und noch nostalgischer wird es, wenn unser Sex-Zombie verliebt über beide Ohren mit seiner aufblasbaren Sexpuppe über die Felder tanzt wie einst Leatherface mit seiner Kettensäge in den Sonnenuntergang. Zum weinen schön. 
 Trotzdem darf man es mit Moral und Ethik nicht so genau nehmen und dem Feindbild in der Geschlechterdebatte sollte man auch nicht zu konservativ gegenüberstehen. Außerdem darf man keine inhaltliche Tiefe, keine ausgebildeten Schauspieler und keine cleveren Dialoge erwarten. Sind all diese Voraussetzungen aber erfüllt, eröffnet sich hier ein kurzweiliges und herrlich bescheuertes Gore-Trash-Fest.

Fazit:
Durchgeknallte Amateur-Trashgranate für Freigeister und Freunde des ganz schlechten Geschmacks.       

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