Review

Geschöpf des Schreckens ist ein etwas ungelenker Versuch von American International Pictures, mit einer Schnittmenge aus bekannten Ideen hauptsächlich auf der Welle Jack Arnolds Der Schrecken vom Amazonas zu reiten. Der Film von Edward L. Cahn ist leider wenig mysteriös, da dem Zuschauer die Absichten eines aufstrebenden Hypnotiseurs zumeist bekannt oder offensichtlich sind. Lediglich die Polizei läßt sich lange an der Nase herumführen und sorgt so für zähflüssige Spannung, während die zwischen Kaiju-Monster und Arnolds Erfolgsfilm angelegte, immerhin weibliche, Meereskreatur zwar possierlich anzuschauen ist, aber sträflich vernachlässigt wird.
Als Manifestation der hypnotischen Rückführung über eine Probantin wird das Morden einer prähistorischen Kreatur beiläufiges Werkzeug des ruhmessüchtigen Jahrmarktzauberers, welcher das Monster zunehmend auch für die Deckung seiner Umtriebe mißbraucht. Auf den Kontakt mit der Geisterwelt treten die gerufenen Seelen zuweilen jedoch gern auch unsichtbar auf. Goldig infantil angelegte Runninggags und Spukereien untererhalb des Niveaus klassischen Filmzaubers von Georges Méliès sind bei der Ausarbeitung einer Dramaturgie ferner nicht nützliches Mittel, so daß Geschöpf des Schreckens, als Double-Feature-Gegenstück zu Roger Cormans It Conquered the World veröffentlicht, als unausgegoren zusammengewürfeltes MysteryMonsterHorrorKrimifilmchen in den Annalen der Filmgeschichte verblaßt.

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