Johnny Falcone, seines Zeichens Gangsterboss und Drogenbaron von New York, hat große Imageprobleme: Immer wieder bringen ihn findige Reporter mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung. Um dem entgegenzusteuern engagiert er den PR-Experten Todd Barrett, der ihm zu einem besseren Ansehen in der Öffentlichkeit verhelfen soll. Todd ahnt nicht, dass hinter der charmanten Fassade Falcones ein wahrer Dämon steckt.
Mob Wars kann man ja grob mit Mafia Krieg übersetzen. Hier zeigen sich leider mal wieder das Team Christian Ingvordsen und Steven Kaman at it´s worst. Ich will den Film jetzt nicht wegen seiner geringen finanziellen Möglichkeiten kritisieren, sondern eher wegen der geringen Fähigkeiten der beiden in allen Bereichen, die mal wieder von Regie, Darsteller bis hin zum Aufstellen der Dixie Klos bei Außenaufnahmen samt und sonders alle Stabfunktionen übernommen haben.
Und wieder muß man aber auch konstatieren, das hier einfach mangelndes Fachwissen in einfachsten technischen Bereichen einen Genuß des Films nahezu unmöglich machen. Da schlechte Equiptment kann man ja noch auf den klammen Geldbeutel schieben, aber wie man bei so einfachen Sachen, wie bei der Beleuchtung, grobe Amateurfehler machen kann, läßt doch an einer vernünftigen Ausbildung zweifeln. So sind bei Innenaufnahmen die Gesichter immer schön dunkel und draußen filmt man direkt gegen die Sonne, das die Personen schon nicht mehr zu erkennen sind. Aber auch Bild- und Tonschnitt sind schlecht und asynchron und ich frage ich mich, ob man mehr als nur eine billige Handkamera zur Verfügung hatte.
Auch das Drehbuch verbreitet da wenig Freude. Da hätten wir unseren Nadelstreifen-Mafiosi mit dem schicken Namen John Falcone, der tatsächlich so clever ist sich in Sichtweite eines dicken Drogenfunds aufzuhalten und auch noch der Presse unangenehme Fragen zu beantworten. Was macht man da als JuniorPate? Genau, man beauftragt einen Imageberater mit XXL-Kampagne für die Öffentlichkeit, bringt seinen Kollegen Vinnie mittels Bombe beim Frisör um, mach sich Feinde beim Godfather wegen Befehlsverweigerung und auch bei den kolumbianischen Drogenherstellern durch Zerstörung ihrer Felder. Johnny, du bist ein Idiot und hast dein finales Schicksal nun wirklich redlich verdient.
Bei Mob War gibt es leider weder für den Actionfreund etwas zu holen, noch für die Fans von Mafiafilmen. Einziger schmaler Pluspunkt ist höchstens der Härtegrad mit einigen blutigen Shootouts und auch die Falle im Frisörstuhl ist noch ganz passabel. Ansonsten gibt es aber durchgängig Magerkost, von den Darstellern bis hin zur Spannung. Es ist jedenfalls nicht verwunderlich das Mob War den Sprung auf DVD nie geschafft hat.
3/10