Jack & Charlie im alten Shanghai: beides sind gutmütige junge Männer, welche dem Big Boss von Shanghai das Leben retten. Dieser engagiert daraufhin Jack und Charlie als seine Bodyguards. Doch beim 2. Versuch wird der Boss getötet, Jack und Charlie wollen Rache und ziehen somit den Zorn des japanischen Meisters auf sich, der extra Ninjas und ausländische Kämpfer nach Shanghai bringt, um die beiden zu töten.
Ich dachte eigentlich immer das die Eastern von Joseph Lai so ziemlich das Seltsamste ist, was man in Sachen Martial Arts aus Ostasien zu sehen bekommt, aber scheinbar haben die Taiwaner (Taiwanesen?? Taiwanier??) in der Richtung auch einiges auf dem Kasten. Dieser Beitrag hier ist aus vielerlei Gründen würdig mit Schmackes in der Luft zerrissen zu werden, aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, macht einen Haufen Spaß.
Das geht schon beim Titel los, wo bitte ist hier die Mafia? Da sind ein paar chinesische Herrschaften nebst Anführer, was ja dann auch eher Triaden währen, die aber friedlicher und gesetzesteuer als der lokal Shanghaier Polizeichef sind. Die Kabbeln sich mit einer Gruppe Japaner, da sich die Inselinvasoren erdreisten Drogen zu verkaufen, das kann unsere Pazifisten-Mafia ja aber nun gar nicht dulden.
Die Story kann man ohnehin getrost vergessen, denn die ist dünner als Reissuppe ohne Reis. Wen kümmert den schon eine miese Synchro, ein Hauptdarsteller der offensichtlich abends vor dem Spiegel Bruce Lee Gesten und Mimik einstudiert, eine müde plotte und grausamstes Overacting beim Sterben, wenn man dafür haufenweise Gebalge bekommt mit zusätzlich diversesten Waffen und Stilmitteln und was die Ninjas im Showdown an physikalischem Quatsch anstellen ist locker einen Lacher Wert. Dabei sind die Kämpfe sogar gut geworden. Alexander Lou kann zwar nicht schauspielern, aber kämpferisch hat der Junge ordentlich Schmackes in den Fäusten. Kämpfe gibt es dabei reichlich in verschiedensten Formen und vor allem auch mal in längeren Einstellungen. Hier dauert ein Szene durchaus mal mehrere Sekunden, statt nach zweimal woosh einen hektischen Cut einzustreuen.
Kleinere Abstriche kann man dabei zwar beim munteren Einsatz von Trampolinen, Wire-Fu oder hochgespeedeten Aktionen machen, aber hier fand ich eher das gehört noch kostenlos zum Gesamtvergnügen dazu. Schade nur das selbst die "keine Jugendfreigabe" DVD in Deutschland mit 98prozentiger Sicherheit mehrfach geschnitten wurde. Speziell die Fights gegen die multinationale Killerbande ist doch deutlich recht unbeholfen unterbrochen. Sonst macht die Nummer aber sowohl aus trashiger, aber vor allem auch aus kampfkünstlerische Sicht durchaus Freude.
7/10