Review
von Leimbacher-Mario
Vier Fäuste für fünf Hallelujah
„Das Geheimnis der Ninja“ aka „Mafia contra Ninja“ ist ein Krawallkinoklassiker und ein (von vielen noch eher unentdeckter) Meister seines Fachs. Oder seiner Fächer. Des Martial Arts-Kloppers, des „So Bad it's Good“-Films, des Eastern, des Wuxia, der Bruce Lee-Nachahmer und der All Time-Synchros from Germania. Ein bonkers Paket und quasi ein Spaß-Perpetuum Mobile. Erzählt wird in dem ulkigen Knochenbrecher aus Taiwan von einem fitten Neuankömmling in Shanghai, der sich nicht von dem japanischen Drogenkartell unterdrücken lässt und mal richtig schön deren Hintern versohlt…
Gesehen auf dem diesjährigen Bahnhofskinoweekender im Filmmuseum zu Düsseldorf, hat mich dieses Schmuddelmuddel bis unter's Dach begeistert. Und nicht nur mich, der Saal hat getobt. Zu recht! Was natürlich solch einem trashigen Kicktakel nochmal extra Salz und Pfeffer gibt. Aber auch losgelöst vom Festivalbonus und eventuell sogar seiner gnadenlos „guten“ deutschen Vertonung kann dieser Ninjaschmarn jederzeit seinen Mann stehen. Natürlich nur echt samt strammer Hosenträger, Maulwurf-Ninjas (!) und einem der wahnsinnigsten internationalen Killerquartetts in der langen Tradition der Ninjareisser. Taiwantrash mit Schaumkrone vor’m Mund. Einfach köstlich. Ein wenig Jackie, ein wenig Bruce, ein wenig Wuxia. Unendlich blöde und geile Einzeiler. Mit bierseliger Begleitung eigentlich der beste Film der Welt in diesem Moment. Mit etwas Nachdenken immer noch fetzig, fit und famos. Eine ordentliche Blu-Ray ist sowas von überfällig!
Fazit: die Kämpfe sind oft richtig stark, die Lacher sind laut (erst recht mit seiner Bananesynchro), die Helden sind lässig und diese gesamte Kung Fu-Show ist einfach glorreich (schlecht)!