ZOMBIEWORLD aka ZMD:ZOMBIES OF MASS DESTRUCTION oder Wer bei dem Titel einen ernsten Zombie-Beitrag vermutet, ist selber schuld!
Wer sich durch die ersten trägen 30 Minuten Amateur-Horrorkomödie „durchgebissen“ hat, wird begeistert sein und doch noch eine weitere Bierflasche öffnen. Die Billig-Produktion verwurstet viele amerikanische Themen auf eine manchmal amüsante und manchmal absichtlich platte Art und Weise. Rassismus, Homophobie, Spießbürgertum und als Dauerbrenner Xenophobie – all diese Beiträge findet man in ZOMBIEWORLD. Vieles ist natürlich selbstzweckhaft platziert und wird so überzogen politisch unkorrekt dargestellt, dass es eine wahre Freude ist. Ab der 30 Minuten ist auch keine Langatmigkeit mehr zu verspüren. Die Splattereffekte sind handgemacht und werden teilweise herrlich übertrieben und schwarzhumorig ausgewalzt. Die Darsteller sind für einen Billig-Film bestens geeignet und machen ihre Sache gut. Wer möchte, kann natürlich die ein oder andere Huldigung an bekanntere Zombiestreifen ausmachen.
Unterm Strich kann ich ZOMBIEWORLD (nicht zu verwechseln mit ZOMBIELAND!) jedem Fan empfehlen, der noch immer über Peter Jacksons absurde Einfälle in BRAINDEAD schmunzeln kann und SHAUN OF THE DEAD als kultig ansieht. Natürlich wird der vorliegende Streifen niemals den Bekanntheitsgrad der eben genannten Filme erreichen. Dennoch halte ich ihn in diesem Subgenre für gelungen und unterhaltsam!