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Ich muss zugeben: Der Filmtitel hat irgendwie was für sich! Leider war das aber im Prinzip auch schon alles. Der nach einer Vorlage von Jack Ketchum enstandene Heuler "Beutegier" zählt ganz zweifelsohne zu den schlechtesten Horrorstreifen, denen ich in den letzten Monaten beiwohnen durfte. Die Vorlage ist mir zwar nicht bekannt, aber bei allem, was hier geliefert wird, ist das wohl auch besser so! Regisseur Andrew van den Houten (Wer?) präsentiert hier rund 70 Minuten lang eine amateurhaft inszenierte wie gespielte Kannibalenfamilien-Grütze, die zu keinem Zeitpunkt an die einschlägig bekannten Genrekracher vom Schlage eines "Wrong Turn" oder "The Hills have Eyes" herankommt.
Was "Beutegier" vor allem völlig abgeht, ist klassische Spannung. Es kommt gar zum sicherlich nicht beabsichtigten Effekt unfreiwilliger Komik, sobald die in lächerliche Köstüme gesteckte Inzest-Menschenfresserhorde einmal ihre Beutegier im nächsten Wohngebiet zu stillen gedenkt. Einen guten Teil zum völligen Misslingen einer in irgendeiner Weise ansprechenden Horror-Atmosphäre trägt da auch die lachhafte deutsche Synchro bei. Ein echtes Highlight sind diesbezüglich vor allem die Untertitel zur eigens konzipierten Freaksprache. Zusammen mit dem einfallslosen, an grottigste Amateurproduktionen erinnernden Drehbuch und den äußerst mäßigen Leistungen der unbekannten C-Darsteller konnte ich bei einsetzenden Abspann schlicht nur noch den Kopf schütteln.

Wenigstens bekommen Gorehounds hier noch ein paar handwerklich solide umgesetzt Effekte zu sehen. Vor allem abgetrennte Gliedmaßen bestimmen neben einigen kaum überzeugenden Nahkampfattacken die verhältnismäßig blutige Szenarie. Eine Leihgebühr wird aber hierdurch jedoch keineswegs gerechtfertigt.

Fazit: Amateurfhafter B-Horror der schlimmsten und langweiligsten Sorte. Da kann man in Sachen auch gleich zu nem alten Ittenbach greifen...

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