Review

Bezug auf österreichische Uncut-Fassung von NSM-Records

Man kann in dieses, neueste, Jack Ketchum-Werk jede Menge Sozialkritik und gesellschaftliche Tiefpunkte hinein interpretieren um das Machen und Tun der fiktiven Charaktere zu untermauern. Aber mal ehrlich, wenn diese vergessenen Hinterwäldler wirklich nur aus reinen Überlebungsinstinkt heraus zu Kannibalen geworden sind, warum foltern sie dann ihre Opfer. Ich kann mich an kein Tier erinnern, welches sein Frühstück, bewusst, quält bevor es die armselige Kreatur verschlingt. So kann ich die, von diversen Magazinen, angedichtete Pseudo-Botschaft nur bedingt teilen. Denn meiner Meinung nach geht Offspring aus reinem selbstreißerischem Zweck an die die Grenzen der Moral. Was sich auf der einen Seite durch einige recht harte Tötungsszenen und, sich einbrennende, Bilder wie ein totes Baby in einer Plastiktüte wieder spiegelt, sich zum anderen aber auch dadurch bemerkbar macht, das die boshaftesten Taten hier von Kindern begangen werden.

Also bin ich der Meinung man sollte diesen Film als das bewerten, was er ist. Ein durchaus guter Backwood-Slasher mit Torture Einlagen den man am besten zwischen The Texas Chainsaw Massacre und Wrong Turn mit ins Regal stellt. Ein sehr guter, harter und atmosphärischer Low-Budget-Schocker für hartgesottene und Gorehounds (ob diese Einstellung nun krank ist oder nicht, wird ja auch schon seit Anbeginn der Gruselfilmgeschichte totgeredet), den ich jeden Maniac neu empfehlen kann, da er alles hat was ein Streifen dieser Art braucht um zu funktionieren. Auch wenn er das Genre nicht neu erfindet und versucht seine Macken durch diverse Grenzgänge wieder wett zu machen.

In diesem Fall ging die Rechnung auf…

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