Jack Ketchum ist ein amerikanischer Schriftsteller, der für Horror- und Thriller-Romane der härteren Gangart bekannt ist. So wurden beispielsweise seine Werke "The Lost", "The Girl next Door" oder "Red" verfilmt - von denen ich keinen einzigen gesehen habe.
Und ich weiß auch nicht, ob ich mir eine weitere Verfilmung seiner Werke ansehen werde, da ich mich bei "Beutegier" zu Tode gelangweilt habe.
In dieser Low Budget-Verfilmung steht eine Kannibalen-Familie im Vordergrund, die sich an der Küste des US-Bundesstaates Maine durch Familien metzelt und mit neuer "Nahrung" versorgt. Unter den Opfern (also die Reste, schließlich ist nicht alles am Menschen nahrungstechnisch gesehen sinnvoll) sind aber niemals Babys, diese scheinen vom Erdboden verschluckt. Die Polizei tappt im Dunkeln, kommt den verwilderten Menschen jedoch auf die Spur, als die sich eine neue Familie vornehmen.
Keine Ahnung ob die Verfilmung dem Roman gerecht wird - da ich Bücherresistent bin. Aber genauso viel Ahnung wie ich von Büchern habe, hat dieser Regisseur Ahnung von Atmosphäre, Unterhaltungswert oder Figuren, mit denen man Mitfühlen kann.
Angewidert vom schmuddeligen B-Look des Films haben mir die Heiter-Sonnenschein-Familie und die trotteligen Polizisten den Rest gegeben. Vor dem Einschlafen wird man bewahrt, da ein Augenlid dann doch immer mal wieder zuckt, wenn Gewaltsex- oder (billig umgesetzten) Splattereinlagen die Einführung der Charaktere unterbrechen.
Fazit:
"Beutegier" ist die tausendste Backwood-Horror-Verfilmung. Nur gibt es locker 950 davon, die besser unterhalten und bessere Effekte zu bieten haben.
1/10