Offenbar gab es in dem kleinen US-amerikanischen Kaff Dead River (seriously?) mal einige tragische Todesfälle. Diese wurden durch eine Sippschaft von Kannibalen verursacht, die in den ausgedehnten Wäldern lebten. Sich dieser spannenden Vergangenheit bewusst verwundert es dort aber offenbar niemanden, dass elf Jahr später wieder ein nacktes Mädchen mit Knochenkettchen um den Hals im Garten rumsteht. Logische Konsequenz: Därme raus, Affe tot…
Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass man hätte die Bücher kennen sollen um der Handlung folgen zu können, oder besser: ihr mehr Tiefgang zu verleihen. Eventuell hätte auch die Vorgeschichte, die es in gedruckter Form ja gibt, stärker in den Film eingeflochten werden sollen. Der Zuschauer hätte dann vielleicht etwas mehr bekommen als: da wohnen welche in einem Haus, dann kommen Kannibalen und wollen sie essen. Dann kommen Polizisten und wollen sie retten, ein paar Leute sterben, ein paar Leute bleiben am leben. Und warum bleibt die hübsche Tramperin nur Randepisode? Ja, der Exmann ist böse. Dennoch wirkt gerade diese Szene, als sei sie eingebaut worden um die (ohnehin nicht erwähnenswerte) Laufzeit zu strecken.
Was bleibt also unterm Strich? Ein beknackter, aber recht brutaler Film mit hanebüchener Story. In vielen Belangen sieht der Film wirklich gut aus (Setting, Makeup… das war’s dann auch schon). In anderen glänzt er durch Ideenlosigkeit und Oberflächlichkeit, die Schauspieler sind eigentlich auch nicht weiter erwähnenswert. Mangelnden Tiefgang dann mit Vergewaltigungen zu überdecken hat aber wohl noch nie funktioniert. Man hat also nichts verpasst wenn man diesen Film nicht kennt.