Vorneweg möchte ich erwähnen dass ich mich nur bedingt als Fan von Filmen der Coen – Brüder bezeichnen möchte. Da z.B. auch „Fargo“ auf mich nicht die Wirkung hatte wie beim größten Teil des Publikums sollte sich diese Einstellung mit „Miller´s Crossing“ ändern. Aber leider wurde ich auch von diesem Werk ein klein wenig enttäuscht, was aber in keinster Weise heißen soll das es nicht ein durchaus sehenswerter Film ist.
„Miller´s Crossing“ hat Zweifelsohne Inhaltlich einiges zu bieten. Die Story ist gut durchdacht und ergibt auch schlussendlich einen Sinn. Auch das Ende ist logisch und gut miteinander verknüpft. Das FSK 18 – Siegel dürfte aufgrund einiger netter Kopfschüsse und „leichten“ Wutanfällen diverserer Charaktere durchaus in Ordnung gehen. Die wenige Action die geboten wird hat es in sich. Natürlich mit dabei: Ein schöne große Massenschiesserei. Die gezeigte Gewalt ist, wie bereits erwähnt, roh aber nicht übertrieben – dürfte in etwa die Verhältnisse der damaligen Zeit wiederspiegeln.
An den Darstellern bzw. deren Leistungen gibt es auch nichts auszusetzen. Lediglich Hauptakteur Gabriel Byrne in der Rolle des Tom konnte mich dabei nicht so recht überzeugen. Bei aller gut durchdachten Taten die er vollbringt, hat er jedoch des weiteren nicht viel mehr zu tun als Whiskey zu schlürfen und sich die Lunge voll zu teeren. Und als wäre das noch nicht genug, wird er wohl so ziemlich von jedem anderen Charakter mindestens einmal verprügelt. Passt in meinen Augen nicht zum obercoolen Auftreten. Was aber natürlich in keinster Weise die schauspielerische Fähigkeit bzw. das gezeigte von Gabriel Byrne abwerten soll.
Im großen und ganzen konnte, wie bereits erwähnt, auch „Miller´s Crossing“, dem dritten Werk der Coen – Brüder, mich nicht wirklich überzeugen. Zwar ist der Film sehr gut in Szene gesetzt und das Flair der damaligen Zeit kommt ebenso gut rüber wie die gut verkörperten Charaktere, jedoch konnte mich die zwar gute Story in seiner Erzählweise nicht wirklich überzeugen. Es ist irgendwie so, als plätschere der Film so vor sich hin. Nicht Langweilig, aber auch nicht sonderlich herausragend oder gar spannend. Aber als Sehenswert möchte ich „Miller´s Crossing“ allemal bezeichnen.