Wieder ein Film, den ich nicht verstanden habe. Nicht dass ich nicht froh bin, ihn gesehen zu haben. Solche Winkelzüge und weitreichenden Pläne sind schon schön zu verfolgen. Diese bedrückende Vorstellung, sein ganzes Leben weggeworfen zu haben, weil man denkt, eine Frau würde einen lieben, dabei spielt sie nur alle gegeneinander aus. Echt fies, sowas! Aber den Humor habe ich nicht verstanden. Dabei hätte es durchaus eine Komödie werden können.
Das Interview mit Barry Sonnenfeld in den Extras hat mir dann den Rest gegeben. Weitwinkel sind so, und Teleobjektive sind so, und das Publikum denkt dann dies und nicht das... Pffft! Das Licht habe er bei diesem Film besser hingekriegt als sonst, und dabei muss ich sagen, dass mir gerade das Licht und die Farben am wenigsten gefallen haben. Nicht hart, nicht stählern, eben nicht männlich, wie nach Aussage von Sonnenfeld geplant, sondern weich und braun und matschig. Nee, Jungs, da muss schon mehr kommen.
Die Story an sich, und die kommt direkt aus der spitzen Feder der Coen-Brüder, die kann sich sehen lassen. Auch die Performance der Schauspieler ist makellos und stimmig. Wegen der merkwürdigen Machart und dem Galgenhumor war der Film einem größeren Publikum aber nur noch zu verkaufen, weil man ganz groß "Kult" darunter geschrieben hat.