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Titten sind das neue Schwarz


„Ausgestoßen“ aka „Femmine in fuga“ von Tarantini (was ein Buchstabe alles ausmachen kann…) ist ein nackiger, natürlicher und notgeiler Vertreter der „Frauen im Gefängnis“-Welle der späten 70er und frühen 80er. Ziemlich sleazy, ziemlich beefy, ziemlich unsinnig. Kannste heute nicht mehr ansatzweise so bringen. Kannste aber durchaus noch feiern. Denn hey - sexy Schmuddel trifft knackige Action. Umfunktionierte Schlagstöcke, aggressive Insassinnen, Vergewaltigungen und Perversitäten an der Tagesordnung. Next Level Zickenkrieg Shit. All das führt zu einem Aufstand und Ausbruch, da sich die neueste attraktive Gefangene als unschuldige Martyrerin entpuppt…

Ein gutes Doppel etwa mit „Black Mamba, White Mamba“ abgebend, ist dieser gierige Gefängnisschund ohne Frage ein fragwürdiger Genuss für Kenner und Männer des Fachs. Das versteht sich von selbst und ist nicht doppelt gemoppelt, denn diese schwitzigen Doppel-D-Kaliber haben Superlative gern und verdient. Schnell verliert man den Überblick wer warum gegen wen ist. Doch vor allem ein fulminantes letztes Drittel reißt nochmal viel raus. Davor ist’s eine Tittenschau hinter schwedischen Gardinen, da kann man wenig schönreden. Die Damenwahl ist exzellent. Die Stimmung ist stickig und fast durch die Leinwand zu riechen. Walter gefällt das. Die Mädels haben Power und Parademaße. Ein Bahnhofskinobusenwunder, durch das damals sicher einige Züge verpasst wurden. Schwül und voll Kalkül. 

Fazit: dreckiger und draller WiP-Reisser. Die Powerpuffgirls! 

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