Eine dickbrüstige Frau wird telefonisch Zeugin des Mordes an ihrem Mann und fasst daraufhin den Plan, die beiden Killer mit ihren beiden "Deadly Weapons" zur Rechenschaft zu ziehen.
Im Grunde präsentiert uns Doris Wishman mit "Teuflische Brüste" einen üblichen Revengefilm, wobei die Story wirklich dünn ist. Um halbwegs Spielfilmlänge zu erreichen, wurden einige Szenen anscheinend gestreckt wie zum Beispiel Liebeleinen zwischen einem der Killer und seiner Freundin oder die Geschehnisse im Striplokal. Nach Logik sollte man bei diesem Werk nicht unbedingt fragen, denn manche Handlungen sind wenig sinnvoll, sorgen dadurch aber für Erheiterung, wenn die weibliche Hauptfigur beispielsweise nach dem am Telefon mitangehörten Tod ihres Mannes den Plan fasst, die Mörder, die am Tatort für sie hörbar Namen und zukünftige Aufenthaltsorte ausplaudern, zu töten, aber erstmal erstmalig in einem Striplokal die Hüllen fallen lassen will anstatt direkt zur Tat zu schreiten. Ulkig ist es des Weiteren, wenn man den Gedanken der Protagonisten lauschen kann ("Erstmal zum Frisör"), wenn Frau Morgan sich im Ausziehschuppen bewirbt und dem sie überhaupt nicht beachtenden Chef ihre Argumente über die Zeitung baumeln lässt oder vergeblich versucht, einen der Killer für sich interessieren zu lassen. Auch ihre Rache kommt witzig daher, denn in beiden Fällen werden die Übeltäter zuerst mit Hilfe von Tabletten im Getränk außer Gefecht gesetzt und dann zückt sie ihre zwei tödlichen Waffen und raubt den Killern den Atem, wobei einer der beiden Männer beim Vorspiel gedanklich mit solch einem Tod liebäugelte.
Dass der Film in den 70er Jahren entstand ist nicht zu übersehen, denn Sets, Kleidung, Frisuren und die feine Musik sind deutliche Anzeichen dafür und dass zu dieser Zeit gerne mal Drogen konsumiert wurden, merkt man ebenfalls, denn manch eine Kameraeinstellung oder Unschärfe (vom Drehbuch mal ganz abgesehen) zeugt von einer Wahrnehmungeinschränkung der Verantwortlichen.
Apropos, die Schauspieler sind dagegen nicht be"rausch"end. Da haben wir zum Beispiel die hupentechnisch monströs ausgestattete Chesty (183-79-88) Morgan, die in der Darstellung von Gefühlen doch sehr eingeschränkt ist (sogar in ihrer Trauerszene werden ihre Brüste in den Vordergrund gerückt, indem Tränen auf dem Vorbau gezeigt werden) und insgesamt eher eine Freude für Brustfetischisten als für Mienenspielfanatiker ist. Ich kann mit solchen Rieseneutern wenig anfangen (ja, ich wurde nie gestillt) und finde bis unter Bauchnabelhöhe hängende, tellergroße Brustwarzen wenig attraktiv, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen. Auch die Herren der Schöpfung liefern wenig glaubhafte Gesichtsakrobatik ab und die beiden Killer setzen keine Akzente durch Charakterdarstellung, sondern der eine durch eine Augenklappe und der andere durch eine spaßige Popelbremse. Die deutsche Synchronisation tut ihr Übriges, um die Figuren nicht sonderlich ernst zu nehmen.
Insgesamt ein wenig ausgegorenes Filmchen, was aber die 70er Jahre optisch gut eingefangen hat und für trashige Unterhaltung mit einigen Längen sorgt.